Berufsorientierung in Sulgen: Vom Klassenzimmer in die Werkstatt

In fünf Werkstätten sammelten Jugendliche Erfahrungen für ihre Berufswahl.
Berufliche SchulenSägen, feilen, frisieren oder pflegen – an den Beruflichen Schulen Schramberg wurde Berufsorientierung jetzt ganz praktisch umgesetzt. Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Berufsfachschule erhielten bei einer besonderen Veranstaltung die Möglichkeit, verschiedene Ausbildungsberufe hautnah zu erleben.
Insgesamt fünf Berufsfelder standen zur Auswahl, in denen die Jugendlichen selbst aktiv werden konnten. In der Holztechnik fertigten sie eigene Namensschilder und gestalteten Bumerangs, die sie sogar gravierten und bearbeiteten. In der Metalltechnik entstanden aus Stahlblech individuelle Schlüsselanhänger – vom Zuschneiden über das Bohren bis hin zur Beschriftung mit Schlagstempeln.
Modellköpfe
Auch kreative und soziale Fähigkeiten waren gefragt: In der Körperpflege probierten sich die Schüler an Modellköpfen aus und erlernten erste Frisurtechniken. In der Farbtechnik konnten sie eigene Ideen gestalterisch umsetzen. Einblicke in die Altenpflegehilfe vermittelte ein Lernzirkel, der die vielfältigen Anforderungen dieses Berufsfelds anschaulich machte.
Die Resonanz fiel durchweg positiv aus. Die Jugendlichen beteiligten sich engagiert und zeigten großes Interesse. „Sie nahmen das Angebot aktiv an und hatten sichtbar Freude dabei“, berichteten die beteiligten Lehrkräfte. Dass einige Teilnehmer ihre Erfahrungen vertiefen möchten – etwa bei einem erneuten Besuch in der Holzwerkstatt – unterstreicht die nachhaltige Wirkung des Projekts.
Ziel der Veranstaltung ist es, den Schülerinnen und Schülern eine fundierte Grundlage für ihre Berufswahl zu bieten. Gerade im Hinblick auf den angestrebten Abschluss der Fachschulreife im kommenden Jahr sollen sie Berufe nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern realistische Einblicke gewinnen. So lassen sich falsche Erwartungen vermeiden, die häufig zu Ausbildungsabbrüchen führen.
Aktiver Partner
Schulleiter Axel Rombach betont die Chancen für junge Menschen in der Region: Es gebe zahlreiche attraktive Ausbildungsplätze, die eine solide Basis für die berufliche Zukunft bieten. Entscheidend sei, diese Möglichkeiten zu erkennen und mutig zu nutzen. Die Beruflichen Schulen verstehen sich dabei als aktiver Partner auf dem Weg ins Berufsleben. Lehrkräfte, Auszubildende und Schulsozialarbeit arbeiteten bei der Umsetzung eng zusammen. Die organisatorische Leitung lag bei Fachlehrerin Anja Thier, die das Projekt koordinierte. Mit praxisnahen Einblicken und vielfältigen Erfahrungen wurde der Berufsorientierungstag so für viele Jugendliche zu einem wichtigen Schritt in Richtung Zukunft.