Befahrung Eagle Eye
: So steht es optisch um die Waldmössinger Straßen

In der Sitzung des Ortschaftsrats stellte Tiefbauamtsleiter Konrad Ginter die Ergebnisse eines Straßenzustandskatasters durch Befahrung vor.
Von
Lothar Herzog
Oberndorf
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Schwarzwälder Bote

Ginter zufolge wurde im Jahr 2020 mit dem Aufbau eines Zustandskatasters von Straßen mit der Befahrung eines sogenannten „Eagle-Eye“ begonnen. Aufgrund des Mehrwerts der Aufnahmen habe der Fokus auf den innerörtlichen Straßen gelegen.

Als positiver Nebeneffekt habe sich herausgestellt, dass ein vollständiges Verkehrszeichenkataster erstellt sowie die Fahrbahnränder digitalisiert worden sein. „Was das Fahrzeug nicht gesehen hat, ist, wie gut oder schlecht der Untergrund der jeweiligen Straße oder des Weges ist. Dadurch kann keine genaue Aussage zur Wahl des Sanierungsverfahren getroffen werden“, äußerte sich Ginter skeptisch.

Untergrundzustand unklar

Aufgrund des fehlenden Untergrundzustands müssten weiterhin Bohrkerne erstellt werden. „Wenn die Stadt bei asphaltierten Wegen in den Vollausbau hineinkommt, fallen Erschließungsbeiträge für die Anlieger an. Dass will natürlich keiner“, war sich der Amtschef sicher.

Die Datenauswertung sei nach einem Stufensystem mit acht Zustandsklassen erfolgt, wobei die Zustandsklasse Eins mit sehr gut und Acht mit sehr schlecht bewertet werde. Daraus ergebe sich für den Stadtteil Waldmössingen, dass sich 21,43 Prozent der befestigten Verkehrsflächen in sehr gutem und 23,15 Prozent in gutem Zustand befänden. Mit 38,54 Prozent stelle der mittelmäßige Zustand den größten Teil dar und 16,11 Prozent seien in schlechtem Zustand.

„Insgesamt ist der Zustand des städtischen Straßennetzes ordentlich, nur ein Prozent sehr schlecht“, urteilte Ginter.

Von den derzeitigen Lösungen der Managementsysteme für den kommunalen Bereich sei seine Abteilung nicht vollständig überzeugt und empfehle, das Thema nicht weiter zu vertiefen. Er sei dafür, Geld für die Sanierung von Straßen zu verwenden, wo der Fahrbahnbelag in sehr schlechtem Zustand sei.

Bedarfsgerechte Erhaltung

Die Verwaltung werde anhand der jetzigen Katalogisierung und in Abstimmung mit der finanziellen Haushaltslage die Straßen weiterhin bedarfsgerecht erhalten. In fünf bis acht Jahren sollte eine erneute Befahrung erfolgen, empfahl Ginter. Diese Vorgehensweise befürwortete der Ortschaftsrat einstimmig.

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