Ball des Alternativen Elferrats: Feuersalamander strömen in die Schramberger Talstadt

Der Alternative Elferrat präsentiert sich in Salamanderkostümen.
PrivatSpektakulär ist diese Amphibienart laut Bühnenpräsentation deshalb, da sie bislang nur im Bereich der B 462 verortet wurde und dort schon für große Probleme im Straßenverkehr zwischen Schramberg und Sulgen sorgt.
Die Eröffnung der heißen närrischen Phase in der Talstadt mit dem Fasnetsball des Alternativen Elferrats (AE) kam mit farblich schwarz-gelben Salamanderkostümen daher. Entgegen der kritischen Äußerungen zur Verkehrssituation bei dieser Amphibienart, kam es hier stattdessen zu großen Beifallsbekundungen des närrischen Publikums. Der Einmarsch wurde begleitet von launigen Worten und dem Lied „Salamander-Rock“ durch Bernd Dieterle.
Gäste in gleichen Farben
Wer den AE bisher im schwarzen Anzug und der bekannten rotorangenen Narrenkappe kannte, wurde auf das Angenehmste überrascht.
Die Gäste hatten sich getreu dem angekündigten Motto vielfältig in schwarz und gelb kostümiert, und setzten so ihrerseits im ausverkauften Cafe herrliche Farbakzente.
Mit dem musikalischen Einheizer „oben Salamander, unten Salamander“ gelang es Sibylle und Frank King, die Narren zum Mitmachen zu animieren. Dies sollte sich durch den gesamten Abend ziehen.
Es folgte dann im Programm der „Salamandersprung“ mit Brezelesegen, in Anlehnung an den offiziellen Hanselsprung, hier im Salamanderkostüm, bereichert mit den traditionellen Masken. Das närrische Publikum ging begeistert mit.
Hansjörg Dierstein glossierte bei seinem Gastauftritt den AE und schilderte die Probleme, die die großteils auswärts wohnenden Mitglieder an der Fasnet mit ihren Unterkunftsmöglichkeiten haben.
Martin Surm begeisterte im Anschluss daran mit einer Karaokenummer, dem „Potpurri der guten Laune“, mit ständig wechselnden Kopfbedeckungen und selbst gedichteten Texten über das Salamanderdasein.
Die närrische Rateshow „Wer weiß denn sowas“ wurde von Ingrid Kimmel und Bernd Dieterle moderiert und sorgte beim Publikum, das Fragen rund um den Feuersalamander zu beantworten hatte, für großartige Stimmung.
Sven Kindler wusste in seinem Karaokeauftritt als „Salamander Alexander“ mit tänzerischen Qualitäten zu überzeugen, und wurde erst nach einer Zugabe in sein Nest entlassen.
Da der Alternative Elferrat nicht nur für seine eingängigen Lieder und Texte bekannt ist und bei ihm das gesprochene Wort immer seinen Platz haben wird, kam als ein weiterer Programmhöhepunkt Markus Edelmann in die Bütt. Mit großem Wortwitz und politischer Schärfe beleuchtete er sowohl die kleine als auch die große Politik und bekam lang anhaltenden Beifall.
Musik übers Bernecktal
Bernd Dieterle betrachtete als Leiter des Tourismusbüro Tennenbronn musikalisch die Probleme der kommenden erneuten Sperrung des Bernecktales und leitete dann über zum großen Finale mit vielen, vom Publikum geforderten, musikalischen Gassenhauern des AE.
Abgerundet wurde das offizielle Programm mit der Ordensverleihung. Dieses Jahr trägt er das Motto „der Salamander bringt’s ans Licht, Schramberg kriegt die Kurve nicht“. Überreicht wurde er an die Wirtsleute Sandra und Wolfgang Glück, an das gesamte Personal, und an den Musiker Jürgen Jäger, der diesen Abend musikalisch begleitete.