„Azubi-Speed-Dating“ im Bärensaal
: Über 1000 Gespräche an einem Tag

Die Schramberger Berufsinformationsmesse hat ein kleines Jubiläum gefeiert – und gleichzeitig neue Bestmarken erreicht.
Von
Lothar Herzog
Schramberg
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Zehn Minuten haben Firmenvertreter und Schüler Zeit, um sich näher kennenzulernen.

Zehn Minuten haben Firmenvertreter und Schüler Zeit, um sich näher kennenzulernen.

Herzog
  • Berufsmesse „Azubi-Speed-Dating“ in Schramberg feierte ein kleines Jubiläum im Bärensaal.
  • 340 Schüler kamen, 32 Unternehmen waren dabei – mehr als 1000 Gespräche wurden geführt.
  • Im Vorfeld wurden 991 Termine gebucht, zusätzlich gab es „Live-Matches“ am Messetag.
  • Firmen und Schüler hatten je Runde zehn Minuten, danach folgte eine fünfminütige Pause.
  • Oberbürgermeisterin lobte die Treue der Unternehmen, Dialogmanufaktur organisiert seit 2021.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Still und fast klammheimlich hat die Schramberger Berufsinformationsmesse am Dienstag, 14. Juli, ein kleines Jubiläum gefeiert. Unter der früheren Bezeichnung „Jobs and more Schramberg“ (JamS) fand sie 2006 an gleicher Stelle erstmals statt und entwickelte sich schnell zu einer Erfolgsgeschichte.

Insbesondere die Corona-Pandemie führte zu einer Neuausrichtung des Konzepts. 2021 wurde die Dialogmanufaktur aus Rottenburg mit ins Boot geholt, die seither die Vorbereitung und Organisation übernimmt.

Zahl der Schüler steigt

Während die Zahl der teilnehmenden Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging, stieg die Zahl der Schüler deutlich – von 229 auf 340. Noch erfreulicher entwickelte sich die Zahl der im Vorfeld vereinbarten Gespräche mit den Unternehmen: Sie kletterte von 750 auf 991. Hinzu kamen weitere Gespräche, die während des Messetags über die Plattform „Live-Matches“ für Kurzentschlossene zustande kamen. Insgesamt wurden so mehr als 1000 Bewerbungsgespräche geführt.

Unter den 32 teilnehmenden Unternehmen aus Handwerk, Dienstleistung und Industrie waren mit der Uhrenfabrik Junghans und dem Ingenieurbüro Tragwerksplanung Timo Faras aus Fluorn-Winzeln lediglich zwei Neuzugänge vertreten.

Nina Moosmann (von rechts) und Tamara Kunz von der Tennenbronner Schreinerei Moosmann haben mit Severin Keller aus Waldmössingen ein interessantes und erfolgreiches Gespräch.

Nina Moosmann (von rechts) und Tamara Kunz von der Tennenbronner Schreinerei Moosmann haben mit Severin Keller aus Waldmössingen ein interessantes und erfolgreiches Gespräch.

Herzog

Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr wertete dieses Verhältnis in ihrer Eröffnungsrede als positives Signal. Es zeige, dass die „Wiederholungstäter“ gerne dabei seien und vom Konzept überzeugt seien. Sie hoffe, dass die vereinbarten Gespräche für beide Seiten erfolgreich verlaufen. „Allen Beteiligten wünsche ich einen abwechslungsreichen Tag – verbunden mit der Hoffnung, dass mehrere Praktika oder sogar Ausbildungsverhältnisse zustande kommen“, sagte die Oberbürgermeisterin.

Meldung an der Schule

Mirijam Nowotny, Leiterin der Dialogmanufaktur, betonte, ihr Unternehmen sei gerne in Schramberg zu Gast und lobte die gute Organisation. Nach jedem Gong hätten Firmenvertreter und Schüler zehn Minuten Zeit, sich kennenzulernen. Anschließend folge eine fünfminütige Pause, bevor die nächste Gesprächsrunde beginne.

„Wenn ein Schüler oder eine Schülerin nicht zum vereinbarten Termin erscheint, müssen die Firmenvertreter dies unserem Team melden“, erklärte Nowotny. Wie sie auf Anfrage der Redaktion erläuterte, werde in diesen – glücklicherweise seltenen – Fällen die jeweilige Schule informiert. Schließlich würden die Schüler für den Besuch der Berufsinformationsmesse vom Unterricht freigestellt. Sollte etwas passieren, stelle sich immer auch die Frage nach der Haftung.

Um die Aufmerksamkeit der potenziellen Berufseinsteiger zu gewinnen, warben die Unternehmen mit kreativen Slogans an ihren Messeständen – etwa „Karriere inklusive Fitness“ (Polizei) oder „Bin ich mehr als ein kleiner Teil des großen Ganzen? – Sicher. Mit VEGA“.

Ralf Heinzelmann (von links) und Sarah Langenbacher von der Wirtschaftsförderung, Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Mirijam Nowotny von der Dialogmanufaktur eröffneten die sechste Auflage der Berufsmesse Azubi-Speed-Dating im Bärensaal.

Ralf Heinzelmann (von links) und Sarah Langenbacher von der Wirtschaftsförderung, Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr und Mirijam Nowotny von der Dialogmanufaktur eröffneten die sechste Auflage der Berufsmesse Azubi-Speed-Dating im Bärensaal.

Herzog
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