Auftritt Trio Musicando: Die hohe Kunst ganz nah zum Miterleben in Schramberg

Zum Trio Muisicando gehören (von links): Ute Haas-Wölke, Claudia Habermann und Sabrina Michelfeit.
BennerDas „Trio Musicando“, besteht aus Klarinettistin Sabrina Michelfeit, Sopranistin Claudia Habermann und Pianistin Ute Haas-Wölke. Als Kammermusik Ensemble brachte das Trio seiner Audienz mit klassischen Werken die sonst eher ferne Oper, Operetten aber auch große Stücke der Filmmusik und des Musicals ganz nahe.
Dazu hatte Claudia Habermann das älteste, vielseitigste Instrument und darüber hinaus auch Instrument des Jahres 2025 mitgebracht – die Stimme.
Wissenswertes zur Auswahl der dargebotenen Werke erfuhren die Zuhörer von Sabrina Michelfeit, die jedes Stück prägnant vorstellte.
Wechselnde Besetzung
In der Ausführung wechselte die Besetzung zwischen allen dreien, Klavier und Klarinette oder Klavier und Gesang. Dabei trugen die Arrangements eine unverwechselbare persönliche Handschrift/Note.
Der Konzertabend wurde mit Mozarts Arie „Deh Vieni, Non Tardar“ auch bekannt als die „Rosenarie der Susanna“ aus der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ eröffnet.
Essenz dieser Opera buffa, also einer Komödie ist, dass der Kammerdiener Figaro seine Verlobte Susanna heiraten möchte. Doch der bereits selbst verheiratete Graf wird zum Nebenbuhler und will die Hochzeit mit allen Mitteln verhindern.
Ohne Gesang folgte die Sonate Nr. 2 für Klarinette und Klavier von Franz Anton Hoffmeister. Ein Werk das sich seinerzeit an den Vorlieben und dem Können der musikliebenden Laienschaft orientierte.
Auch Stücke von Robert Schumann wurden um die Mitte des 19. Jahrhunderts zeitgenössisch behandelt und mit verschiedenster Kammermusik gemischt vorgetragen.
Vor der Pause wechselte das Trio zum Komponisten Franz Schubert mit dem Stück „der Hirte auf dem Felsen“
Nach der Pause wurden mit der Arie der Ännchen aus Karl-Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ die Anfänge der deutschen Nationaloper beleuchtet. Genauer der 3. Akt der Oper, in welchem eine scherzhafte Gruselgeschichte besungen wird.
Berühmtes Werk
Nicht nur an Klassik wurde eine schöne Auswahl geboten, sondern auch filmmusikalische Kompositionen wie die von Ennio Morricone fanden Einzug in das Programm. Neben seinem berühmtesten Werk für „Spiel mir das Lied vom Tod“ gab es viele weitere, von denen das Trio die drei Stücke „La Khalifa“, „Cinema Paradiso“ und „Nella Fantasia“ für sich arrangiert hatte.
Das Stück „Pagina d‘album“ von Michele Mangani dagegen war bereits für Klarinette und Klavier komponiert.
Aus der Operette „Land des Lächelns“ von Fran Lehar wurde das Lied „Dein ist mein ganzes Herz“ vorgestellt.
Besonders bekannt und eine der am häufigsten gespielten Opern ist „Carmen“ von Georges Bizet mit der beliebten Habanera, die sich aus spanischem Volkslied „El Arelito“ abgeleitet hat.
Der Bedeutung „Die Liebe ist ein rebellischer Vogel“ ähnlich war auch die Zugabe. Für diese erzählt ein Fährmann die Legende um einen seltenen Vogel „Uirapuru“ im Amazonasgebiet, der nur einmal im Jahr singt. Das portugiesische Lied dürfte Habermann ein Stück Heimat nähergebracht haben.
Weitere Konzerte der Reihe
Insgesamt durften die Besucher gut eineinhalb Stunden in purem Hörgenuss schwelgen.
Der Auftritt erfolgte im Rahmen der Dreiklang-Konzertreihe des Theaterrings Schramberg in der Szene 64, wobei „Dreiklang“ eine Kooperation zur Organisation von Konzerten zwischen (ursprünglich) Oberndorf, Rottweil und Schramberg, inzwischen zudem Sulz und Dornhan bezeichnet.
Weitere Konzerte im Rahmen der Dreiklang Kooperation werden noch bis Ende Mai angeboten, danach erst später wieder ab September.