Auftritt Fatcat: In Schramberg ertönt Funk, der in Szene gesetzt ist

Die Band Fatcat legt einen dynamisch bewegten Auftritt hin und präsentiert Funkmusik.
Baumgartner„Wir machen keine Pause“, versprach „Fatcat“-Sänger Kenny Joyner eingangs. Im Versprechen nach null Unterbrechung des Grooves schwang auch die Empfehlung nach „teilt eure Kräfte ein“ mit. Wer im Publikum das nicht gleich zu Beginn verstand, hatte für die sich selbstständig machenden Tanzbeine mit unzureichender Kondition am selben Abend und den Folgen am kommenden Tag zu rechnen: Denn so manche Katze hatte spätestens dann mit dem Kater wegen körperlicher Verausgabung zu kämpfen – dem Muskelkater.
Doch das war ein Preis, den die Besucher des „Fatcat“-Ereignisses in der Schramberger Geißhalde sicher gerne zahlten. Schade nur, dass die Veranstaltung mit dem Street-Food-Festival konkurrierte, denn sie hätte durchaus mehr Besucher verdient gehabt.
Internationale Karriere
„Fatcat“ sind neben Sänger Kenny Joyner vormalige Studenten der Jazz und Rock Schulen Freiburg mit Jakob Monninger (Guitar), Ferdinand Klamt (Keys), Fabian Gyarmati-Buchmüller (Bass), Damien Stath (Drums, Sax), Malte Breuhaus (Sax), Paul Hofer-Bottolomey (Sax) und Stefan Erschig (Posaune) und auf der internationalen Karriereleiter: Mehrere Eigenproduktionen seit 2013, drei Studioalben, Fernseh- und Festivalauftritte sowie Support-Band für „Chaka Khan“, „Jamie Cullum“, „Saga“ oder „Anastacia“. Eine Einladung ins Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier schlugen die Freiburger auch nicht aus.
Die Fan-Gemeinde hörte auch in Schramberg ausschließlich eigene Songs der Band, die sowohl von den Musikern als auch vom Publikum hart erarbeitet wurden – rote Köpfe, nasse Achseln und Dauergrinsen wegen Guter-Laune-Musik und Disco-Vibes inbegriffen.
Präsentation neuer Songs
Mit beispielsweise „2-sexy“, „All Night“ oder „Clothes off“ und „Don‘t stop“ ließen „Fatcat“ die Szene-64-Wänd wackeln und bürsteten die Flimmerhärchen in den Gehörgängen der Fans glatt. Das atemlose Publikum war begeistert.
Es gab sogar Blitzneues, was auf der Bühne noch nie präsentiert wurde und noch ohne Titel war: „Macht Vorschläge. Provision gibt’s keine, es sei denn es ist der Kracher“, hoffte Joyner auf Ideen.
Nach einem fulminanten Keytar-Solo mit Bläsershow musste den Solisten sogar Luft zugefächelt werden. Alle Register wussten wie Solos gehen und die waren nicht nur hörens- sondern auch sehenswert.
Nach zweieinhalb Stunden Konzert mit Dauergrinsen wegen ausgesprochen guter Laune auf beiden Seiten des Bühnenrands waren dann auch die roten Schweißtücher, die bei den Musikern Dauereinsatz hatten, verbraucht. Das Konzert endete mit einem hautnahen Miterleben von „Fatcat“-Freude, als alle Musiker spielend, singend und performend von der Bühne stiegen und einfach „mitten unter ihnen“ ihre Zugaben präsentierten.