Aufführung in Schramberg: Theater thematisiert Mut und Menschlichkeit

Eine junge jesidische Politikerin geht in den politischen Austausch mit einem Populisten.
a. gon MünchenIn einer Welt, in der die politischen Fronten immer schärfer gezogen werden und humanistische Werte auf dem Prüfstand stehen, erzählt Mayas Kontra eine inspirierende und hochaktuelle Geschichte. Das neue Theaterstück greift zentrale aktuelle Themen auf und beleuchtet sie aus einer erfrischend menschlichen Perspektive.
Die Thematik, die Mayas Kontra behandelt, fand bereits großen Erfolg im Arthausfilm Contra und in dem französischen Film Le brio. Beide Werke begeisterten Kritiker und Zuschauer gleichermaßen, indem sie gesellschaftliche Spannungen und persönliche Konflikte in ergreifender Weise darstellten. „Mayas Kontra“ bietet eine neue, spannende Sichtweise auf das Thema. Im Mittelpunkt steht Maya, eine junge jesidische Politikerin, die mit ihrem Vater vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet ist. Trotz persönlicher Verluste und täglicher Herausforderungen kämpft Maya für eine bessere Zukunft und gegen Vorurteile innerhalb ihrer Partei.
Außergewöhnlicher Austausch
Ihr Weg führt sie ausgerechnet zu einem Rhetorik-Workshop, geleitet von Christian Stahl, einem populistischen Politiker mit kontroversen Ansichten. Was als unüberwindbare Kluft beginnt, entwickelt sich zu einem außergewöhnlichen Austausch, der beide verändert. Die Idee, Gegensätze aufzulösen und den Dialog zwischen verschiedenen Weltanschauungen zu fördern, ist keineswegs neu. Werke wie Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise thematisieren eindrücklich, wie Vorurteile durch Dialog und Verständnis überwunden werden können. Diese universellen Fragen ziehen sich bis in die Gegenwart und finden in Mayas Kontra eine kraft-volle Neuinterpretation.
„Mayas Kontra“ thematisiert mit Tiefe und Humor den Dialog zwischen scheinbar unvereinbaren Welten. Die berührende Geschichte einer jungen Frau, die trotz Widrigkeiten nicht aufgibt, lädt das Publikum ein, über die Macht der Menschlichkeit und die Bedeutung von Empathie nachzudenken.
Karten gibt es unter www.schramberg.de/theaterring, im Rathaus und in den Vorverkaufsstellen.