Schopfheimer Einzelhandel: Autos und Parkplätze sollen den Weg aus der Krise spuren

Der Schopfheimer Einzelhandel hat seine Probleme. Schuld ist in den Augen des Gewerbevereins vor allem das wegen Baustellen zeitweise etwa schwierige Durch- beziehungsweise Hineinkommen in die Stadt.
Anja BertschIn seiner Stellungnahme zeigt sich der Gewerbeverein besorgt darüber, dass einige der in den Konzepten skizzierten Maßnahmen „die Überlebensfähigkeit insbesondere der innerstädtischen Händler gefährden“. Insbesondere vermisse man „die klare Aussage, dass die Erreichbarkeit der Innenstadt per motorisiertem Individualverkehr (MIV) „nicht nur nicht gefährdet wird, sondern nicht mehr weiter erschwert wird“. Konkret wendet sich der Gewerbeverein gegen die Reduzierung von Stellplätzen auf dem Marktplatz und entlang der Hauptstraße sowie gegen „Möblierungsmaßnahmen, die Fußgänger behindern.“
Sehr ähnlich liest sich in Teilen die Stellungnahme des Vereins Schopfheim aktiv, der ja von Idee, Personal und Aufgaben her enge Bindungen zu Gewerbeverein und städtischer Wirtschaftsförderung hat. „Parken und die Erreichbarkeit der Parkplätze dürfen nicht unnötig erschwert werden“, heißt es denn auch hier, statt dessen gehe es darum, „den Zielverkehr ins Zentrum tatsächlich zu unterstützen“. „Der Versuch einer Möblierung“ (Stichwort Verkehrsberuhigung der Innenstadt) wiederum wird als „bereits gescheitert“ beschrieben. Die im ISEK als Ziel formulierte Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs wird von beiden Akteuren grundsätzlich befürwortet; allerdings dürfe auch dieser nicht auf Kosten des MIV gehen, sind sich die Akteure einig.