Mögliche Zukunft: Stadtentwicklungskonzept für Schopfheims Ortsteile noch nicht konkret

Ortschaftsratssitzungen mit virtuellem Beitrag: Auf dem Bildschirm (von links) Dinah Frey, Thomas Schmitz und Andreas Falk.
GehrZufrieden waren die Ortschaftsräte in Langenau nicht mit der Qualität der Videoschalte. Doch aus terminlichen Gründen sei es nötig gewesen, den Sachstandsbericht des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek) per Videoschalte in gleich zwei Ortschaftsratssitzungen zu präsentieren, nämlich in Langenau und in Gersbach. Der Technischen Beigeordnete Thomas Schmitz erläuterte so den Sachstand des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) als Gesamtentwicklungskonzept für die Stadt Schopfheim und die Ortsteile. In Langenau leitete Ortsvorsteher-Stellvertreterin Dinah Frey für den erkrankten Walter Würger die Sitzung, in Gersbach Andreas Falk.
In beiden ging es um die Abstimmung einer Empfehlung für den Beschluss des Gemeinderats zum Isek. Aus terminlichen Gründen hatte Schmitz den Sachstandsbericht für beide Ortschaftsräte gleichzeitig vorgeschlagen. Das Konzept mit mehr als 200 Seiten hatte das Stadtentwicklungsbüro „Steg“ aus Stuttgart gestaltet. Schmitz verwies auf die Beteiligung der Bürger, die ein wichtiger Schritt bei der Erarbeitung gewesen sei.
Nun geht das Konzept in die Offenlage und steht auf der Webseite der Stadt zur Einsicht bereit. „ Die Stadt Schopfheim blickt traditionsbewusst in die Zukunft. Mit den umliegenden sieben Gemeinden bilden wir eine Ferienregion, die idealer Ausgangspunkt für Ausflüge im Dreiländereck und in den Schwarzwald ist“, sagte Schmitz bei der Vorstellung des Konzepts „Schopfheim 2035“. Er zeigte eine Dia-Vorlage.
„Lebendes Konzept“
Unter Einbezug der Bürger und Gewerbetreibenden sei das Konzept erarbeitet worden, erklärte Schmitz: „Es soll ein lebendes Konzept sein und fortlaufend den neuen Entwicklungen angepasst werden.“ Es beinhalte acht Themenfelder, darunter Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Kultur, Bildung, Freiraum, Soziales, Umwelt und Klima. Die Inhalte seien noch nicht für die Ortsteile konkretisiert worden. Zur Erörterung standen damit keine einzeln vorgesehenen Projekte in den Ortsteilen. Im Beschlussvorschlag war aufgeführt, dass die Arbeitsschritte und Inhalte für jeden Ortsteil individuell anzupassen seien. Dennoch sagte Schmitz: „Die bisherigen jeweiligen Planungen, wie beispielsweise der Hochwasserschutz und die Sanierung der Talstraße in Langenau, werden sicher nicht den Planungen von Isek zum Opfer fallen.“
Noch keine Projektion auf die Ortsteile
Ortsvorsteher Andreas Falk erkundigte sich nach den spezifischen Auswirkungen, die Gersbach betreffen. Individuell könne zu Gersbach oder Langenau nichts gesagt werden, das Isek würde sich auf die gesamtstädtische Ebene beziehen. Die Projektion auf die nächste Maßstabsebene in den Ortsteilen sei noch nicht geschehen, erläuterte Schmitz.
Bei den Beschlussvorlagen, die gleichlautend beiden Ortschaftsräten vorlagen, ging es um die Kenntnisnahme und die Empfehlung zur Zustimmung des Konzeptes im Gemeinderat. Alle Ortschaftsratsmitglieder in beiden Orten votierten einstimmig dafür Den Beschluss fasst der Gemeinderat im September.
Kritik zur Videoschalte
Nach der Videokonferenz kritisierte Ortschaftsrat Hans-Jörg Sprich, mit Zustimmung aller Langenauer Räte die Tonqualität der Videoschalte: „Wäre es hier um einen konkreten, individuellen Beschluss gegangen, wäre sicherlich die Kommunalaufsicht eingeschritten.“
Ein weiteres Thema im Ortschaftsrat Langenau war die mangelhafte Parkdisziplin der Grillplatz-Benutzer. Insbesondere auf der Suche nach einem Schattenplatz entwickelten viele Autofahrer eine hohe und unerlaubte Kreativität und parkten ihr Fahrzeug auf unerlaubten Grünflächen, dicht bei der Halle. Die Ortschaftsräte regten an, Findlinge an den entsprechenden Stellen zu platzieren.