Kirche und Kinderschutz: Freude und Trauer in einem Sommerfest vereint

Pfarrerin Krumm mit den Besuchern des Sommerfests beim Gottesdienst.
Wolfgang GretherFröhlich und in guter Stimmung, aber auch mit Gedanken an Trauer, lautet die Zusammenfassung der Emotionen am Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde am Samstag.
Es war das erste gemeinsame Fest dieser Art der fusionierten evangelischen Kirchengemeinde Schopfheim mit den Teilorten Eichen, Wiechs, und Langenau sowie der Kirchengemeinde Fahrnau mit Kürnberg und Gersbach. Die Betonung in der Begrüßung von Diakonin Lena Zacheus lag auf „In Schopfheim“, denn das ist der Name der neuen Gemeinde.
Fröhlich begleiteten die „Singmäuse“ aus Kindern des Kinderschutzbundes und des evangelischen Kinderhauses „Im Lus“ und der Kirchengemeinde den von Pfarrerin Ulrike Krumm gehaltenen Gottesdienst. In der Predigt ging es um die Heilung eines Lahmen und die Vergebung der Sünden. Von den Kindern mitgespielt erlebten die Gäste eine Predigt für Ohren und Augen.
„Diese Nachricht hat uns gelähmt“
Traurig stimmte die Erinnerung an Linda Huss, die vor wenigen Tagen verstorbene Leiterin des evangelischen Kindergartens in Eichen.
„Diese Nachricht hat uns gelähmt“, sagte Pfarrerin Krumm. in der Predigt. „Wir mussten und müssen uns wieder zum Laufen bringen lassen.“ Am Fest mit Stand dabei war der Kinderschutzbund mit Heidi Schmieding, die an das 40-jährige Bestehen der Organisation in Schopfheim erinnerte. Dieser Verein sei mittlerweile eine feste Größe beim Gemeindefest.
Für Kinder eintreten
Mit eigenem Auftritt wurde darauf aufmerksam gemacht, was den Verein auszeichne: Eintreten für Kinder und Eingehen auf ihre Ängste und Nöte. Mehr als 4000 Gespräche seien in den vergangenen 40 Jahren geführt worden. Durch eine Plakataktion will der Kinderschutzbund momentan auf psychische Gewalt aufmerksam machen.
Popcorn und Sirup, Würste und Stockbrot
Die Gäste, junge und jung gebliebene, erfreuten sich an Wasserrutsche und Rollbahn, am Angebot des Kinderschutzbunds mit Popcorn und Sirup, an Würsten und Stockbrot von den Pfadfindern sowie an Kuchen und Torten.