Dorfflohmarkt in Hausen
: Es wird geplauscht und getauscht

Der Hausener Dorfflohmarkt ist ein fester Termin im Kalender der Schnäppchenjäger. Rund 70 Hausener boten dieses Mal ihre Waren feil.
Von
Yvonne Rünzi
Hausen Im Wiesental
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Vorgärten, Garagen und Einfahrten werden beim Dorfflohmarkt zur Ausstellungsfläche.

Yvonne Rünzi

Deutlich entspannter als im Vorjahr konnten die Besucherinnen und Besucher durch die Straßen Hausens schlendern. Die vergangenen beiden Jahre nämlich wurden auf der B 317 Sanierungsarbeiten durchgeführt, die für viel Verkehr in der Dorfmitte und für den ein oder anderen heiklen Moment gesorgt hatten.

Viele Stammbesucher

Schon früh kamen die Besucher, wie zum Beispiel Corinna aus Schopfheim. „Ich komme jedes Jahr hierher – und obwohl ich eigentlich nie was brauche, nehme ich immer was mit nach Hause“, berichtet sie lachend. Die große Auswahl gefällt ihr, auch dass sie für ihre Kinder immer fündig wird. „Ich bin auf der Suche nach altem Spielzeug“, berichtet Jürgen aus Müllheim. Dafür nimmt er auch den weiteren Anfahrtsweg auf sich. Die prallgefüllte Tüte in seiner Hand spricht für den Erfolg seiner Suche.

Echter Flohmarkt-Flair

Gegen Mittag steigerte sich der Besucherstrom, viele Gegenstände wechselten die Besitzer, es wurde an allen Ecken geplauscht und getauscht. Wer als Hausener selbst keinen Stand hatte, nutzte den Samstag, um seinen Nachbarn und Bekannten einen Besuch abzustatten.

Große Gegenstände wie Schlauchbot samt Außenmotor wurden ebenso angeboten wie Weihnachtskugeln und Legofiguren. Für die Qualität des Angebots sorgt auch die Vorgabe der Organisatoren, dass keine professionellen Händler teilnehmen dürfen – so entsteht echter Flohmarkt-Flair.

Stärkung zwischendurch

Fußläufig waren die vielen Stände gut zu erreichen und gerade für Menschen mit Kinderwagen, Rollator & Co. ist es auch deutlich von Vorteil, dass Hausen ohne größere Steigung ist. Wer unterwegs eine Pause einlegen wollte, hatte die Qual der Wahl. Von Lasagne über Grillwürste bis Crêpes, Waffeln und Kuchen war für alle Geschmäcker etwas dabei. Zum geselligen Anstoßen konnte man auch einen Aperol oder Lillet gönnen.

Ein Quäntchen Glück

Wer vom Tüten-Schleppen verspannte Schultern hatte, konnte sich im Massagesessel durchkneten lassen – um anschließend den Sessel zu erwerben. Angesichts des bewölkten Himmels waren die Aussteller vor allem froh, dass es trocken blieb. Ein Quäntchen Glück gehört zu einem erfolgreichen Flohmarkt eben auch dazu.