Zeller Musikfest: Nach Böllerschüssen - Rock, Gugge und Hip Hop

Thomas, Philipp und Eduardo Kaiser bereiten in der Küche Gyros zu.
Wolfgang Grether- Zeller Musikfest lockte viele Besucher auf den Festplatz in Zell im Wiesental.
- Auftakt mit Böllerschüssen, danach breit gefächertes Musikprogramm.
- Von Blasmusik bis Rock und Hip-Hop – F3-Partyband, Schutzblääch und Geifersepp traten auf.
- Stadtmusik und Fanfarenzug bewirteten gemeinsam, Gyros und Currywurst kamen gut an.
- Gottesdienst, Frühschoppen und Tanzauftritte rundeten das Programm ab.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bevor es in die melodischen Töne ging, ließen es die Festverantwortlichen krachen. Böllerschüsse, losgelassen von Mitgliedern des Schützenvereins, erinnerten die Zeller Bevölkerung daran, den Festplatz zu besuchen. Viel Erinnerung brauchte es nicht. Die Bänke vor der Bühne und zwischen den Buden von Stadtmusik und Fanfarenzug waren voll, als die Musiker aus Hausen zum Hinhören einluden. Gut gewählt der Einstieg mit „La Pasione del Gelato“, dem humoristischen Marsch mit viel bella Musica und in der Überschrift der Lieblingsspeise des heißen Sommertags angepasst. Traditionell die „Heublumen Polka“, aufregend die Ausflüge ins vergangene Jahrhundert mit „Spirit of 69“ und „80er-Kulttour“. Hits und Schlager durften gleich mehrmals mitgesungen werden. Andreas Gabalier ließ grüßen und „Im Wagen vor mir“ weckte Erinnerungen an musikalisch verpackte Träume.
Laut, aber mit Gefühl
Schutzblääch: Junge Musiker aus Wehr, die Freude und Blechinstrumente mitbrachten und damit manchmal sanft und manchmal laut, aber immer mit viel Musikgefühl in die Ohren von Besuchern eindrangen.
Abrocken war mit der F3-Partyband angesagt, die es bis zur Sperrstunde krachen ließ. Die Musiker aus Basel brachten internationales Flair in die Schwanenstadt. Seit vielen Jahren in der Region unterwegs verzauberten sie mit Italohits und Klassikern gleichermaßen. Das Fest in der Constanze-Weber-Gasse ließ neben der Musik auch Raum zur Unterhaltung.

Richtig viel los war beim Zeller Musikfest.
Wolfgang GretherDazu, und das wussten die Festgäste zu schätzen, gab es gutes Essen. Gyros servierten die Bedienungen der Stadtmusik. Die Küchentruppe der ersten Schicht war nicht nur sprichwörtlich „kaiserlich“, denn mit Stadtrat Thomas Kaiser, Musikvorstand Philipp Kaiser und dem Musiktalent Edoardo Kaiser waren drei Kaiser-Generationen für die Zubereitung des Essens zuständig. Und die gelang offensichtlich, die lange Schlange vor den Ausgaben ließ keine andere Interpretation zu. Schwer kulinarisch mitzuhalten, aber den Köchen des Fanfarenzuges gelang es trotzdem, und so schwärmte selbst ein ehemaliger Stadtmusiker von der „besten Currywurst im Wiesental“, die es nach seiner Ansicht bei den Fanfaren in Zell gibt.
Super Zusammenarbeit zweier Vereine
Die Ergänzung von Musikverein und Fanfarenzug klappt aber nicht nur im Speiseangebot. „Gut“, so beurteilten Daniel Kummerer, einer der Vorstände der Stadtmusik, und Frank Hutschenreuter, Vorstand beim Fanfarenzug, die Zusammenarbeit beim Fest, das nicht nur bei ihnen, sondern vielen begeisterten Besuchern Anklang fand.
Die Besinnung fand Raum beim sonntäglichen Morgengottesdienst. Streicher um Rosalie Stöffler gaben die musikalische Einkehr in die katholische Stadtkirche vor. Zum Frühschoppen luden die Schwarzwälder Blasmusiker mit Günter Ensle und Hanspeter Kummerer, für Tanz und Hip-Hop sorgte die Move-Dance Base aus Schopfheim. Der Geifersepp, eine Lörracher Formation, brachte Guggenmusik mit Jazz zusammen. Am Montag verbindet die Zeller Wildsaumusik gute Laune mit leidenschaftlicher Musik.