Wechsel am Schönauer Ratstisch
: Jesko Anschütz geht, Zoulfia Schreiber kommt

Das langjährige Schönauer Gemeinderatsmitglied Jesko Anschütz nimmt sich ein Sabbatjahr. Damit hat sich der Freie Wähler auch für den Austritt aus dem Ratsgremium entschieden.
Von
Wolfgang Grether
Schönau
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Mit warmen Worten wurde Jesko Anschütz (links) von Bürgermeister Peter Schelshorn aus dem Gemeinderat verabschiedet.

Mit warmen Worten wurde Jesko Anschütz (links) von Bürgermeister Peter Schelshorn aus dem Gemeinderat verabschiedet.

Wolfgang Grether
  • Jesko Anschütz verlässt den Schönauer Gemeinderat und nimmt ein Sabbatjahr.
  • Er war seit 2009 im Gremium und stieg bei der letzten Wahl auf Platz vier der Stimmen.
  • Bürgermeister Peter Schelshorn würdigte seine sachliche, fachliche und menschliche Arbeit.
  • Nachrückerin ist Zoulfia Schreiber – sie enthielt sich bei Ausschussbesetzungen ihrer Stimme.
  • Anschütz wurde parteiübergreifend gelobt, seine Wahlergebnisse galten als Ausdruck von Vertrauen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Während in der großen Politik sinkende Zustimmungswerte nachdenklich stimmen, sind die Beliebtheitswerte von Jesko Anschütz im Laufe seiner kommunalpolitischen Tätigkeit gestiegen.  Im Jahr 2009 musste er noch zum „Listenfüller bei den Freien Wählern“ überredet werden – die Chancen auf ein Mandat wurden von ihm selbst wie von der Vereinigung als gering eingeschätzt.

Auf Anhieb gewählt

Da aber hatte man sich getäuscht:  Auf Anhieb gelang ihm der Sprung an den Tisch der Gemeinderäte. Mit dem elften Platz zwar knapp, aber erfolgreich. Über 17 Jahre dauerte das Engagement, und bei der Kommunalwahl vor zwei Jahren rückte Anschütz auf Platz vier der Wählerstimmen vor.

„Durchdacht und substanziell“,  so bezeichnete Bürgermeister Peter Schelshorn die Vorschläge von Peter Anschütz in der Gemeinderatssitzung am Montag, in der Anschütz seinen Abschied nahm.  Humorvoll, ohne den Sinn für Sachlichkeit zu verlieren – so sei die Arbeit mit ihm gewesen.   Eindrucksvoll seine Wahlergebnisse, die Vertrauen bewiesen und für sich selbst sprechen. In Entscheidungen der Stadt habe er seine Spuren hinterlassen.

Sachlich, fachlich, menschlich

Das berufliche Umfeld als Lehrer sei bei ihm im Bereich IT geprägt durch Linux, ein offenes Betriebssystem, und für Anschütz eine Lebenseinstellung, zog Schelshorn Parallelen: Stabil und schlank so die Lösungen des Systems und der Persönlichkeit. Digitalisierung sei kein Selbstzweck, sondern Hilfe für Menschen, so die Herangehensweise. „Die Zusammenarbeit war sachlich, fachlich und menschlich“, bilanzierte Schelshorn.

Nun folgt das Sabbatjahr: eine Zeit zum Innehalten und Raum zum Durchatmen, so beschrieb der Bürgermeister die anstehenden Monate. Ein Schritt, den er gut nachvollziehen könne.

Mitstreiter bedanken sich

Gerne erinnere er sich an den Anfang im Gemeinderat zurück, erklärte Anschütz in seinen Abschiedsworten. Er musste überredet werden und war von seinem „Nichterfolg“ überzeugt. Doch es kam für ihn anders.

Der Start sei für ihn wie ein Skatspiel gewesen, in dem man setzt – und er hatte gesetzt und über die Jahre hinweg auch gewonnen, wie die dankenden Worte des Stadtoberhauptes, aber auch die Anerkennung der Fraktionskollegen der Freien Wähler und das Dankeschön der Ratskollegen von CDU und SPD bewiesen.

Zoulfia Schreiber rückt nach

Nachrücken wird Zoulfia Schreiber. Sie nimmt den freien Platz ein und enthielt sich bei der Besetzung der Ausschüsse ihrer Stimme. Den Hinweis von Bürgermeister Peter Schelshorn: „Man kann sich auch selbst wählen, das hat schon Konrad Adenauer gemacht“, kommentierte sie humorvoll und kurz: „Der war auch von der CDU.“