Sportler trotzen Erkrankung: Parkinson ist nicht ansteckend, PingPongParkinson schon

Erstaunliche Leistungen zeigten die Sportler an den Tischtennisplatten.
Thomas Gremm-Roloff- In Wehr fand ein PingPongParkinson-Tischtennisturnier in der Talschulhalle statt.
- Organisator war Thomas Gremm-Roloff aus Schopfheim – er leitet PPP in Baden-Württemberg.
- PPP wächst stark: über 3000 Mitglieder, Sitz in Nordhorn, 45 Stützpunkte in Baden-Württemberg.
- Ziel ist Bewegung und Begegnung für Menschen mit Parkinson, fern von Isolation.
- Es spielten sieben Frauen und elf Männer; Sieger war Andreas Michel aus Wettswil.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auch mit einer Parkinson-Erkrankung kann man dem Sport mit dem kleinen Zelluloid-Ball frönen. In Wehr fand kürzlich ein PingPongParkinson-Tischtennisturnier (PPP) statt. Organisiert hat es Thomas Gremm-Roloff aus Schopfheim.
Bereits im April 2024 fand in der Seebodenhalle in Wehr das erste PPP-Tischtennisturnier statt. In der Zwischenzeit hat sich PPP dynamisch entwickelt, heißt es in einer Mitteilung. Der Verein mit Sitz im niedersächsischen Nordhorn ist mittlerweile mit weit über 3000 Mitgliedern der zahlenmäßig größte Tischtennisverein Deutschlands. Allein in Baden-Württemberg gibt es 45 Stützpunkte. Das Ziel von PPP ist es, die Menschen vom Sofa zu holen, raus aus der Isolation und rein in die Sportvereine zu bringen. Sportliche Aktivität und menschliche Begegnung.
Schon lange wollte die beim TTC Wehr beheimatete Gruppe in Wehr ein zweites Turnier veranstalten, und man wartete sehnsüchtig auf die Fertigstellung der Seebodenhalle. Da nach den jüngsten Entwicklungen dieser Termin völlig unklar ist, wurde nun die viel kleinere Talschulhalle zum Austragungsort.
Alle Teilnehmenden sind von Parkinson betroffen, der zweithäufigsten neurologischen Erkrankung. Unheilbar und massiv in Bewegungsabläufe und viele andere Bereiche einwirkend. Verlangsamung, Überbewegungen, Tremor und ähnliche Symptome passen eigentlich nicht zu so einer rasanten Sportart wie Tischtennis. Umso überraschender war, was an den Platten zu beobachten war.

Gruppenfoto der Teilnehmer
Thomas Gremm-RoloffSieben Frauen und elf Männer lieferten sich spannende Duelle an den neun Tischtennisplatten. Die Bewegungen waren oft schnell und fast geschmeidig.
Das Spiel mit dem kleinen weißen Ball löst Reaktionen und Reflexe aus, die man nicht erwartet hätte. In den Pausen gab es viel zu reden.
Sieger wurde Andreas Michel aus Wettswil (Schweiz), Zweiter Patrick Erdrich aus Willstätt, Dritter Dieter Gehring aus Ravensburg, Vierter Alex Meister aus Wehr.
Ein Teil der Teilnehmenden beendete das Treffen im nahegelegenen Eiscafé. Die Gruppe ist offen für weitere Mitspieler und Mitspielerinnen, heißt es abschließend. Ansprechpartner ist der Wehrer Stützpunktleiter Thomas Gremm-Roloff, Tel. 0176/9660035. Er hat Anfang des Jahres auch die Landesleitung von PPP in Baden-Württemberg übernommen.