Jugendarbeit in Zell: Zusätzliche Betreuungskraft gewünscht

Ein Junge spielt Billard beim „Tag der offenen Tür“ im Zeller Jugendzentrum. Im Hintergrund das Bild zu sehen, das nach Wünschen der Jugendlichen entstanden ist.
Christoph SchennenKinder, Jugendliche und Eltern konnten sich am Freitag beim „Tag der Offenen Tür“ über das Angebot des Jugendzentrums informieren. Auch Bürgermeister Peter Palme zählte zu den Gästen. Er hält Jugendarbeit für notwendig. „Wichtig ist, dass das Jugendzentrum geöffnet ist.“ In diesem Jahr fiel Jugendzentrum-Leiter Karim Odeh sechs Wochen lang aus, Claudia Dolzer sicherte aber einen Notbetrieb.
Vertrag mit der Caritas soll verlängert werden
Der Vertrag der Stadt Zell im Wiesental mit dem Caritasverband, der Träger des Jugendzentrums (JUZ) ist, läuft im Frühjahr aus. Palme kündigte an, dass die Stadtverwaltung den Vertrag mit der Caritas verlängern wolle und dass die erfolgreiche Arbeit mit Karim Odeh fortgesetzt werden soll. Odeh hat etwas eingeführt, was es in anderen Jugendzentren in der Umgebung nicht gibt: ein Studio, in dem die Jugendlichen Musikstücke aufnehmen und erste Erfahrungen mit der Musikproduktion machen können. An Engagement mangelt es dem 27-Jährigen nicht. Er hat eine 80-Prozent-Stelle, widmet sich dem JUZ aber zu 120 Prozent, wie er sagt.
Schwacher Besuch beim „Tag der offenen Tür“
Der Jugend- und Heimerzieher wünscht sich eine zusätzliche Betreuungskraft. Ab Mitte September bekommt er Verstärkung. Dann beginnt eine junge Frau ihr Freiwilliges Soziales Jahr, das sie als Unterstützung in der Schulsozialarbeit an der Montfort-Realschule und im Jugendzentrum in Zell verbringen soll.

Karim Odeh, der Leiter des Jugendzentrums (rechts), führt Bürgermeister Peter Palme durch das JUZ.
Foto: Christoph SchennenEs kamen am Freitag nur wenige Jugendliche und Kinder zum Tag der offenen Tür in das JUZ. Die achtjährige Nina Vollmer kannte das JUZ bisher noch nicht und wurde von ihrer Großmutter begleitet. „Es gefällt mir sehr gut“, sagte sie. Die Kinder spielten Billard oder Kicker, die Jungen Playstation.
Lilly Zimmermann, Duale Studentin der Sozialen Arbeit und Schulsozialarbeiterin in der Goetheschule in Rheinfelden, backte Waffeln. Franziska Grießbaum, Schulsozialarbeiterin an der Gerhard-Jung-Schule, spielte mit den Kindern Karten.
Es gibt sehr viele Angebote im JUZ: Jugendliche können sich Sportgeräte und Scooter ausleihen. Zweimal im Monat wird vegetarisch gekocht und zweimal im Jahr geht Odeh mit den Kindern auf eine Bildungsmesse. 15 Kinder aus Zell waren mit ihm im Rahmen der Aktion „Tag der frühen Herzen“ auch schon im Europapark.
Geöffnet hat das JUZ, Scheffelstraße 2, montags, mittwochs und freitags. Die Zwölf- bis 14-Jährigen kommen von 16 bis 18 Uhr, die 15- bis 21-Jährigen dürfen von 18 bis 20 Uhr ihre Freizeit im JUZ verbringen.