Feuerwehr Kleines Wiesental: Die Feuerwehr hat ein schwieriges Jahr hinter sich

Die Gewählten (v. l.): Phil Bürger (Jugendleiter), Beisitzer: Max Kretschmar (Beisitzer), Michael Kentrat (stellvertretender Abteilungskommandant, Matthias Ruf (Abteilungskommandant) sowie die Kassenprüfer Julia Wehr und Björn Steinebrunner
zVg/Feuerwehr WiesGut besucht war die Generalversammlung der Feuerwehrabteilung Wies im Waldhorn in der Stockmatt. Die Begrüßung übernahm der stellvertretende Abteilungskommandant Matthias Ruf, der die Versammlung leitete, nachdem der bisherige Abteilungskommandant im August vergangenen Jahres aus der Feuerwehr ausgeschieden war.
Rückblick
Im Bericht des Abteilungskommandanten blickte Matthias Ruf auf ein ereignisreiches und zugleich herausforderndes Jahr zurück. Aktuell zählt die Abteilung 35 Wehrleute, darunter 19 Mitglieder in der Einsatzabteilung, zehn in der Jugendgruppe sowie sieben in der Altersabteilung. Während zwei Austritte sowie ein vorzeitiger Wechsel in die Altersabteilung zu verzeichnen waren, konnten mit Julia Wehrs als Quereinsteigerin und Phil Bürger, der aus der Jugendgruppe in die Einsatzabteilung übernommen wurde, auch neue Kräfte gewonnen werden.
Neben dem regulären Übungsdienst engagierte sich die Abteilung im vergangenen Jahr wieder bei zahlreichen Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen. Dazu zählten unter anderem das Scheibenfeuer, das Maibaumstellen,Schrott- und Altpapiersammlungen sowie der Parkplatzdienst beim Weideviehmarkt. Auch die jährlich anfallende Einwinterung wurde durchgeführt. Darüber hinaus konnten bauliche Maßnahmen umgesetzt werden, darunter die Errichtung einer Holzüberdachung auf dem Geißberg.
Schwierige Phase bewältigt
Ruf ging auch offen auf die Schwierigkeiten des vergangenen Jahres ein. Interne Unstimmigkeiten sowie Differenzen mit der Gemeinde und dem Kommandanten führten letztlich zum Ausscheiden des damaligen Abteilungskommandanten und belasteten die Abteilung spürbar. Dennoch sei es gelungen, diese Phase gemeinsam zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen. Die Kameradschaft habe sich dadurch weiter gefestigt, und man habe einen wichtigen Schritt hin zu einer offeneren Kommunikation gemacht.
Ausblick
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigte sich Ruf zuversichtlich. Neben den etablierten Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen sollen auch die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wieder verstärkt in den Fokus rücken. Zudem laufen bereits umfangreiche Umbaumaßnahmen am Gerätehaus: Die Gerätemeisterei der Freiwilligen Feuerwehr Kleines Wiesental wird künftig in der unteren Halle untergebracht, während die beiden Fahrzeuge der Abteilung in der oberen Halle stationiert sind. Auch ein neuer Anstrich des Gerätehauses ist vorgesehen. Insgesamt werden sich noch einige Veränderungen im und um das Gerätehaus ergeben.
Insgesamt blickt die Abteilung nach einem schwierigen Jahr nun mit neuem Zusammenhalt und klarer Ausrichtung optimistisch in die Zukunft.
Die Schriftführerin Lena Havemann berichtete über die Einsätze, Veranstaltungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres, während Rechner Maximilian Bauer die Einnahmen und Ausgaben der Mannschaftskasse darlegte. Kassenprüfer Michael Kentrat bestätigte eine ordnungsgemäße Kassenführung, woraufhin der Rechner einstimmig entlastet wurde.
Jugendfeuerwehr
Die Jugendgruppe blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Jugendgruppenleiter Björn Steinebrunner berichtete von einem Anstieg von fünf auf acht Mitglieder im vergangenen Jahr, betonte aber zwei weitere Zugänge in diesem Jahr, sowie von insgesamt 17 Übungsdiensten mit guter Beteiligung.
Besonders hervorzuheben ist, dass der Jahresbericht der Jugendgruppe erstmals von den Jugendlichen selbst verfasst und vorgetragen wurde. Philipp Strütt und Chris Schultheiß berichteten eigenständig und mit großem Engagement.
Dabei gaben sie einen umfassenden Einblick in die zahlreichen Aktivitäten der Jugendgruppe. Neben gemeinsamen Übungen mit den übrigen Jugendgruppen der Feuerwehr Kleines Wiesental unterstützten die Jugendlichen die Einsatzabteilung bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem Scheibenfeuer sowie der Schrott- und Altpapiersammlung. Auch eigene Aktionen wie das Maibaumstellen, die Bewirtung der Seniorenmesse und eine zweitägige Wanderung mit Übernachtung wurden organisiert.
Erfolgreich nahm die Jugendgruppe zudem an mehreren Spieleläufen im Landkreis Lörrach teil und konnte dabei in Langenau den ersten Platz erreichen. Ein besonderes Glanzlicht stellte die 24-Stunden-Übung in Sallneck dar,.
Wahlen
Zum neuen Abteilungskommandanten wurde Matthias Ruf gewählt, sein Stellvertreter ist künftig Michael Kentrat. Max Kretschmar wurde als neuer Beisitzer bestimmt. Nach zehn Jahren engagierter Jugendarbeit wurde Steinebrunner als Jugendgruppenleiter verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Phil Bürger an. Neue Kassenprüfer sind Björn Steinebrunner und Julia Wehrs. Die Wahlleitung übernahmen Kommandant Thorsten Hornsteiner und Bürgermeister Stefan Niefenthaler.
Grußworte
Bürgermeister Stefan Niefenthaler zeigte sich erleichtert, nach den Herausforderungen des vergangenen Jahres wieder an einer Generalversammlung der Abteilung teilnehmen zu können. Er betonte, wie wichtig der Erhalt der Feuerwehr für die Gemeinde sei, und zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Gemeinde wieder positiv entwickelt habe. „Das gemeinsame Ziel muss stets der Schutz der Bevölkerung sein“, hob er hervor und blickte optimistisch in die Zukunft.
Ortsvorsteher Christian Vollmer würdigte den Einsatz der Feuerwehrangehörigen. Er lobte insbesondere den Zusammenhalt innerhalb der Abteilung.
Kommandant Thorsten Hornsteiner zeigte sich erleichtert darüber, dass die Schwierigkeiten des vergangenen Jahres weitgehend aufgearbeitet werden konnten. Er betonte, dass sich die Abteilung auf einem guten Weg befinde und sich die Zusammenarbeit wieder in die richtige Richtung entwickle. Besonders hob er einen Einsatz im November hervor, bei dem die Abteilung im Rahmen der Überlandhilfe Atemschutzgeräteträger nach Schopfheim stellte.
Der neue Jugendgruppenleiter Phil Bürger bedankte sich bei seinem Vorgänger Björn Steinebrunner sowie bei dessen Stellvertreter Maximilian Bauer für deren langjähriges Engagement in der Jugendarbeit.