Fasnacht in Schönau
: „Gmeirot mues me Stüre erlo“

Nach guter Tradition „sprengten“ die Schönauer Hexen die Ratssitzung in der Fasnachtswoche und sorgten für eine Portion Humor im Ratsrund.
Von
Christoph Schennen
Schönau
Jetzt in der App anhören

Die Schönauer Hexen stürmten den Sitzungssaal im Rathaus.

Christoph Schennen

Die Sitzung des Gemeinderats war noch nicht beendet, da klopfte es an der Tür des Sitzungssaals im Rathaus. Herein traten einige Schönauer Hexen, die immer im Februar den Stadtrat „besetzen“ und für ein unterhaltsames Programm nach der Sitzung sorgen.

Die Hexen teilten den Gemeinderat und die Vertreter der Verwaltung in zwei gleich große Gruppen ein. Einer oder mehrere Gemeinderäte mussten dem Team einen Begriff erklären, ohne dass dieser Begriff genannt wird. Die Teammitglieder mussten ihn erraten. Später mussten ein Begriff pantomimisch dargestellt werden, eine Aufgabe die Bürgermeister Peter Schelshorn meisterhaft bewältigte. Auf der anderen Seite des Ratstisches beschrieb Björn Büchele die Wörter oder machte Geräusche, anhand derer seine Teamkollegen das gesuchte Wort errieten. Wie gewohnt ging es bei einem Glas Sekt sehr lustig und ausgelassen zu. Am Ende siegte das Team mit Björn Büchele, Oliver Gierth, Marika Prekur, Julian Seckinger und den Verwaltungsmitarbeitern Yvonne Wagner und Dirk Pfeffer mit 36:29 Punkten über das Team mit den anderen Gemeinderatsmitgliedern, Bürgermeister Peter Schelshorn und Axel Lais. Das Verliererteam bekam einen spitzen Hut und durfte den Gewinnern etwas auf die Backe malen.

Katja Kast, Hexe und Gemeinderätin, hielt zu Beginn der 46. Stadtratentführung ein kleine Rede. „Damit die Kohle wieder chunnt in D’Kasse, mues de Gmeirot eifach me Stüre erlasse. (…) Fürs hürote het ma solle e höhere Gebühr überlege, zum Beispiel für de Burgi un sini Frau ihren Segen. Un fürs heimlich hürote welle, hänge man no zwei Nuller extra an die hintere Stelle.“ Auch wenn der Burgi vielleicht demnächst „zu dene große Politiker ganz obe“ gehört, so Kast zu Schelshorn, „duesch bitte iis in Schönau nit vergesse.“

Peter Schelshorn dankte den Hexen „für all die schäne Stunde, die mir sit viele Johr mit Eu hän g’funde.“ „Wenn d’Hexe chämme, wird’s nie brav, doch grad des macht d’Fasnet lebendig un scharf. Drum lön mir’s kracha, lön mir’s laufa, un vergesset e Weile des Alltag-Gschnaufa“, sagte der Bürgermeister. Nach der Sitzung trafen sich Hexen, Gemeinderat und Verwaltungsvertreter in der gemütlichen Stube des Campingplatzes.