Dorfhock und Open-Air Gresgen
: Die Kombination hat gepasst

Die Kombination aus Dorfhock des Musikvereins Gresgen und Open-Air hatte fast schon ein bisschen was von „Klein-Wacken“.
Von
Wolfgang Grether
Zell Im Wiesental
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Das Publikum ließ es sich beim Dorfhock auf dem Rümmelisbühl gutgehen.

Wolfgang Grether

Der Regen hielt sich aber dann doch in Grenzen. Die Stimmung auf dem Festgelände war freundlich, unterhaltsam und gut. Dafür, dass es passte, sorgten im ersten Teil des Abends die Musiker aus Gersbach. Das 40-köpfige Orchester unter Stabführung von Eckart Hanser bot Unterhaltungsmusik dar. Es moderierte Claudia Pflüger.

Applaus für Gersbacher Musiker

Herrschaftlich der Beginn mit dem „Kaiserin Sissi-Marsch“, streng republikanisch der Abschluss durch das „Badner-Lied“. Dazwischen boten die Musiker ein breites Spektrum der Blasmusik vom „Andreas-Hofer-Marsch“ bis zu „Westernhagen Live“. Zum Träumen lud der „Böhmische Traum“ ein. „Grenzenlos“ mit den Solisten Eugen Deiss, Sabine Weniger und Dieter Deiss bekam viel Applaus. In eine Doppelrolle schlüpfte der Musiker Thomas Weniger, der zum zum Mikro griff und mit „Wir sagen Dankeschön“das Publikum am Schluss zum Mitsingen einlud.

Zur Tradition geworden: das Open-Air

Abtanzen, dazu lud im Anschluss die Band „Aroma“ ein. Dazu gab es Discofox, Schlager und Pop quer durch den Musikgarten und durch viele Jahrzehnte. Die Fans hat es gefreut. Party- und Tanzlaune ließen das spüren.

Für den Musikverein Gersbach unter Leitung von Eckhard Hanser gab es viel Applaus.

Foto: Wolfgang Grether

Tina Wellinger, Altbadische Vogtei, und Christoph Hanke, Musikverein, gaben einen Einblick in die Idee, Dorfhock und Open-Air an einem Wochenende abzuhalten. Die Vereine harmonieren, und es gibt viele Aktive, die in beiden daheim sind. Hanke: „Wir wollten die Arbeit von Auf- und Abbau nur einmal machen und uns dafür mehr Zeit nehmen, um alles zu richten.“

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Auf dem Bolzplatz unterhalb des Rümmelisbühls herrschte Partyatmosphäre. Mehre Zelte mit unterschiedlichen Angeboten von Bier bis Cocktail, dazu ein gutbürgerliches Speiseangebot lockte trotz Regenschauern viele Menschen auf den Hausberg. Die aufgestellten Palmen und das Strandgefühl taten ein Übriges, so dass sich Gäste und Akteure wohlfühlen konnten.

„Zeller chasch nit werde, e Zeller mueß ma si“

Christoph Köpfer und seine Band boten Musik zum Nachdenken und Feiern. Eine Mischung, die beim Publikum ankam. Die Idee des Komponisten und Texters Köpfer: die Band spielt ausschließlich Eigenkompositionen mit Szenen, Gedanken, Träumen des Alltags. Das alles in alemannischer Mundart. In Gresgen feierten die Besucher die Band. „Heimat isch kei Ort, Heimat isch e Gfuehl“ kennen im Zeller Bergland die Menschen genau so wie „Zeller chasch nit werde, e Zeller mueß ma si“. Das war beim Mitsingen des Publikums zu erleben. Höhen und Tiefen des Lebens mit Nackenschlägen vertont im „S’ Läbe“ oder die „Melodie zum Sommer“ ließen eine große Bandbreite des Repertoires erkennen.

Abtanzen zuur Musik von „Six4you“

Nach den Träumereien war Abtanzen mit „Six4you“ angesagt. Rockig, poppig und mit präsentierten sich die Sechs. Begeisterung pur herrschte auf der volle Tanzbühne in der Mitte des Fußballplatzes. Das war nicht nur laut, sondern auch sehr auch gut, lautete die einhellige Meinung der meist jugendlichen Gäste.