Wandern in Rottweil: „Schbirituell, schwäbisch ond saumäßig schee“

Eine besondere Wanderung organisierte das Rottweiler Dekanat.
AlbvereinDas Motto lautete: „Schbirituell, schwäbisch ond saumäßig schee …“. Die Idee zu solch einer doch eher ungewöhnlichen Wander-Ausschreibung entstand bei der Profilstelle „Spiritualität im Dekanat Rottweil“ mit der Stelleninhaberin Veronika Besenfelder gemeinsam mit Gemeindekümmerin Katja Benz.
„Schbirituell“, da Wege an Lebenswege erinnern können. Das Leben fordert einen immer auf, in Bewegung zu bleiben, aufzubrechen, weiterzugehen, innezuhalten. „Im Gehen können wir dem Nachspüren.“, so Veronika Besenfelder bei einer kurzen Einführung vor dem Abmarsch im Schlosstäle.
„Schwäbisch“, so Besenfelder weiter, “weil wir Wege und Landschaften in unmittelbarer Nähe entdecken und gehen wollen, in unserem Ländle und ebenso mit Menschen von unserem Ländle“.
Die Kraft der Natur
„Saumäßig schee“ lud dazu ein, sich von der Kraft, der Schönheit und der Anziehung der Natur anstecken zu lassen.
Durchs wild-romantische Schlosstäle, über den Schenkenbach hinauf nach Harthausen ging die erste Etappe. Dem eigenen Atem nachzuspüren, an Wegscheiden den Impuls aufgreifen, über eigene Lebensentscheidungen nachzudenken, über Brücken gehend, sich bewusst zu machen, wer oder was einem „Lebensbrücke“ ist.
So wurden die Teilnehmenden den Berg hinauf nach Harthausen, mit Impulsen von Veronika Besenfelder, begleitet. „Hier öffnet sich die Weite des Himmels“, staunte eine Teilnehmerin. Dieser Einladung folgte selbst der Hund Mio und gab bellend seine Beiträge dazu.
Sanfter Engel und ein Interview
Erfrischend war das Willkommensgetränk „Sanfter Engel“, mit dem Liese Berndt, die die spirituell Wandernden im Café Tante Liese bei einer Zwischeneinkehr willkommen hieß. Der gelungenen Überraschung folgte ein Interview mit ihr – bei dem sie Einblick in das „Geheimnis“ ihrer Gelassenheit und ihrer Motive für Lebensentscheidungen sowie ihrer Kraftquellen gewährte.
Nach einer guten Stärkung, auch durch Kaffee und Kuchen, reden, lachen und genießen setzten die Wandernden ihre Tour über die Höhe von Harthausen wieder hinab ins Schlosstäle fort. Am Ende konnte sich jeder in einer rückbesinnenden Abschlussrunde der „Ernte“ des Tages bewusst werden.
Mit einem zugesungenen Segen, der „bis in die Zehenspitzen spürbar werde“ – so der Liedtext des irischen Segenslieds – endete der, inspirierende Nachmittag. .
Es gibt weitere „Spirituelle Wanderungen“ und zwar am Samstag, 9. November, von 13 bis 18 Uhr.