Übung in Rottweil
: Verletzte im Landratsamt – Trümmersuchhunde im Einsatz

Das leere Landratsamt-Hochhaus war ungewöhnliches Übungsobjekt für Rettungshundestaffel und DRK-Einsatzkräfte.
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(red/pm)
Oberndorf
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Schwarzwälder Bote

Lautes Hundegebell, verletzte Menschen auf mehreren Stockwerken und vermisste Personen im Gebäude – das Hochhaus des Landratsamtes in Rottweil wurde für Rettungshundestaffel und DRK zum ungewöhnlichen Übungsobjekt, bevor der Rückbau begann.

Den Auftakt zu den Übungen machte die BRH Rettungshundestaffel Rottweil-Hegau. Sie war mit ihren Rettungshunden angereist, um die Räume nach Personen zu durchsuchen – mit unterschiedlichen Vorgehensweisen, je nach Ausbildung des Hundes. Die sogenannten „Trümmersuchhunde“ sind Spezialisten für die Suche nach verschütteten Personen. Sie arbeiten nach dem Suchbefehl selbstständig. Im leeren Landratsamts-Gebäude durchsuchten sie Zimmer für Zimmer, bis die vermisste, oder, wie in diesem Fall, versteckte Person gefunden war. Ganz anders arbeiten die „Mantrailer“ – bevor sie sich an der Schleppleine auf die Suche machen, bekommen die Fellnasen einen Gegenstand des Menschen, den sie finden müssen, um den Geruch aufzunehmen und die Spur zu verfolgen.

Lautes Gebell

Eines hatten alle vierbeinigen Retter gemeinsam: Sobald die „Vermissten“, unter anderem auch Mitarbeitende des Landratsamtes, gefunden waren, war lautes Gebell zu hören. Als Dankeschön gab es begeistertes Lob und eine Belohnung, vom Ballspiel bis zur Leberwurst, je nachdem, was dem jeweiligen Hund die größte Freude bereitet.

Eine Suche ganz anderer Art unternahmen die DRK-Bereitschaften aus Rottweil und Villingendorf. Ihre Übungsannahme: Im Landratsamt herrscht eine Bedrohungslage, die Mitarbeiter haben das Gebäude verlassen, doch dann fällt auf, dass noch Personen fehlen. Das DRK durchsucht das dunkle Gebäude nach Verletzten – und wird auch Opfer finden.

Per Tragetuch durchs Treppenhaus

Damit die Übung so realistisch wie möglich ist, wurden die Verletzten entsprechend geschminkt und anschließend auf unterschiedlichen Stockwerken versteckt. Mit Taschen- und Stirnlampen wurden alle neun Stockwerke durchkämmt. Zwei Verletzte mussten mit einem Tragetuch über das enge Treppenhaus geborgen werden, jene mit Schock wurden hinausbegleitet. Beim Durchzählen zeigte sich, dass eine Person weiterhin vermisst wurde. Also ging es erneut in das Gebäude, wo der Vermisste im neunten Stock hinter einer Tür dann auch gefunden wurde.

Wichtige Bedeutung

Hermann Kopp, Erster Landesbeamter, Mark Zube als Leiter des Amtes für Digitalisierung und Organisation sowie Wera Fridmansky aus dem Bereich Katastrophenschutz waren als Zuschauer dabei. „Wir haben ihnen unsere Räumlichkeiten sehr gerne zur Verfügung gestellt, denn wir wissen, welche wichtige Bedeutung Ihre Organisationen innerhalb der Blaulichtfamilie haben“, so Kopp.

Umso entscheidender sei es, diese ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen – etwa mit einem Vesper nach Übungsende für alle Zweibeiner und Leckerlis für die alle Vierbeiner.

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