Theater in Rottweil
: Das Zimmertheater wirft einen bangen Blick auf die Baustelle am Friedrichsplatz

Das Zimmertheater Rottweil startet mit Elan und vielen Ideen in die neue Spielzeit. Im Gespräch verraten die Intendanten ihre Pläne – aber auch Sorgen.
Von
Stefanie Siegmeier
Oberndorf
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Die Proben für das Stück „Abschiedsbrief“ mit Valentina Sadiku und Martin Olbertz laufen auf Hochtouren.

Siegmeier

Die Proben für das Stück „Abschiedsbrief“, mit Valentina Sadiku und Martin Olbertz, das am Samstag, 21. März, im Zimmertheater Premiere feiert, laufen auf Hochtouren. Das Improtheater „Mit Liebe ohne Plan“ kam beim Publikum im ausverkauften Haus bestens an, und mit der Förderung des „Aller.Land“-Programms, konnte das Kinderstück „Der gestiefelte Kater“ mitfinanziert werden.

Die Intendanten Bettina Schültke und Peter Staatsmann können fürs Erste erleichtert aufatmen. Dennoch blicken sie mit Sorgen auf die nächsten Monate. „Finanziell ist immer alles wackelig“, bedauert Staatsmann, denn die Fördertöpfe würden nicht nur rarer, sondern seien auch längst nicht mehr randvoll. Doch Bettina Schültke ist zwischenzeitlich Expertin darin, aufzuspüren, wo vielleicht doch noch eine kleine Förderung fließen könnte. Auch die „Aller.Land“-Förderung im Kreis Rottweil mache manches möglich. „Aber um unser Programm wie bisher zu halten, müssen wir 100 000 Euro einwerben“, zeigt Bettina Schültke den Kraftakt auf, den es zu meistern gilt.

Das Publikum könnte wegen der Baustelle ausbleiben

Sorgenfalten bereitet den beiden Theatermachern zudem die Baustelle am Friedrichsplatz. Die Befürchtung ist groß, dass das Publikum ausbleiben könnte. „Wir wissen auch nicht, wie laut die Arbeiten sind, und ob sie unsere Proben stören“, sagt Bettina Schültke. Kritisch könnte es auch beim Kinderstück werden, da es an den Vormittagen gespielt wird. „Wenn dann die Presslufthämmer donnern, bekommen wir das sicher hier auch mit“, so die Befürchtung.

Doch Schültke und Staatsmann sind zuversichtlich, dass man dann eine Lösung finden werde, denn immerhin kommen hunderte Schüler aus dem gesamten Landkreis, um Theaterluft zu schnuppern.

Trotz allem Theatergenuss

Bei der Programmplanung blenden die beiden Intendanten die „Nebengeräusche“ aber zunächst einmal aus, schließlich wollen sie ihrem Publikum trotz allem Theatergenuss bieten – auch beim Sommertheater im Bockshof. Das Sommerstück steht ganz im Zeichen der Märchen. Gezeigt werden zwei Produktionen: „Das kalte Herz“ und eine Variante der „Bremer Stadtmusikanten“. Die zwei Produktionen im Sommer haben sich bewährt,bekräftigen die Intendanten. „Ohne das zweite Stück wären wir vergangenes Jahr absolut in den Keller gerauscht“, sagt Schültke.

Premiere steht an

Doch jetzt steht erst mal die Premiere des Stückes „Abschiedsbrief“, am Samstag, 21. März, ab 20 Uhr an. Das Stück von Audrey Schebat verspricht einen Abend, der vom Loslassen und Neuanfangen erzählt, aber auch vom Mut, den es braucht, das Leben zu meistern, und vielleicht auch die Geschichte eines mutigen Aufbruchs in eine unbekannte Zukunft.

Das Erstaunliche an Audrey Schebats Stück ist, dass die Schwere des Themas von einer humorvollen Leichtigkeit getragen wird. Es spielen Valentina Sadiku und Martin Olbertz.

Karten gibt es im Vorverkauf beim Zimmertheater Rottweil, in der Buchhandlung Klein und der Tourist-Information.

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