Streuobst wird verwertet
: Schätzle entsteht aus alten heimischen Apfelsorten

Der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen macht aus dem Streuobst-Schätzle das „Kostbare Schätzle“. Mit im Boot sind auch die Landschaftserhaltungsverbände Schwarzwald-Baar und Rottweil.
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(red/pm)
Oberndorf
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Spendenübergabe inmitten der Streuobstwiesen von Oberbaldingen: Verena König-Nadj, Alexander Ruf, Holger Wegner und Stefan Walther freuen sich über die Unterstützung.

Bad Dürrheimer Mineralbrunnen

Mit dem Kostbaren Schätzle bringt die Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH + Co. KG jeden Herbst ein besonderes Produkt auf den Markt, das Regionalität, Qualität und Naturschutz verbindet.

Die Schorle, bislang unter dem Namen Streuobst-Schätzle bekannt, wird ab diesem Jahr stärker an die Markenwerte von Bad Dürrheimer angelehnt und unter dem neuen Namen „Kostbares Schätzle“ geführt.

Die naturtrübe Apfelschorle wird ausschließlich aus alten, heimischen Apfelsorten gewonnen, die auf extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen in der Region geerntet werden. Der Direktsaftanteil liegt bei rund 55 Prozent, ergänzt durch Bio-Mineralwasser aus Bad Dürrheim.

Enge Zusammenarbeit

Ein Herzstück des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar-Kreis, der seit Projektbeginn die Streuobstflächen und die Ernte in seinem Gebiet koordiniert. Seit zwei Jahren ist auch der Landschaftserhaltungsverband Kreis Rottweil ein fester Partner.

Die Streuobstwiesen in Oberbaldingen gehören von Beginn an zu den Erntegebieten für das Schätzle. Nicht von ungefähr fand die symbolische Spendenübergabe wieder dort statt – direkt unter den Bäumen, deren Zustand zugleich einen Ausblick auf die diesjährige Ernte gibt. Die Prognosen sind nicht üppig: Spätfröste und Trockenphasen machen den Beständen zu schaffen.

Alexander Ruf, Geschäftsführer von Bad Dürrheimer, übergab 8000 Euro Spendengelder an regionale Umweltorganisationen. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Schätzle und fließt in Naturschutzprojekte der beiden Landschaftserhaltungsverbände sowie des Naturparks Südschwarzwald – etwa für Pflanzaktionen, Bildungsarbeit oder Pflegemaßnahmen.

Gelebter Naturschutz

„Das Schätzle steht sinnbildlich für gelebten Naturschutz. Es verbindet den Genuss eines regionalen Produkts mit dem konkreten Schutz von Streuobstflächen und ihrer Artenvielfalt. Die verlässliche Partnerschaft mit Bad Dürrheimer ist für uns ein starkes Fundament“, sagt Stefan Walther, Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Schwarzwald-Baar-Kreis.

„Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis Rottweil ein aktiver Teil des Projekts geworden ist. Für viele Obstwiesenbesitzer ist das Schätzle ein Anreiz, ihre Flächen weiter zu pflegen und ihr Obst sinnvoll einzubringen“, so Verena König-Nadj, Projektleiterin beim Landschaftserhaltungsverband Kreis Rottweil.

Biologische Vielfalt

„Mit den Spendengeldern aus dem Schätzle können wir konkrete Maßnahmen umsetzen – für die biologische Vielfalt und den Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaft. Das ist eine Partnerschaft mit messbarer Wirkung“, so Holger Wegner, stellvertretender Geschäftsführer, Naturpark Südschwarzwald.

Gleichzeitig rufen die Partner alle Streuobstbesitzer in der Region auf, sich zu melden, wenn sie ihr Obst nicht selbst verwerten können. „Das Kostbare Schätzle ist über jeden einzelnen Apfel froh“, betont Ruf. Ansprechpartner für die Anlieferung sind die beiden Landschaftserhaltungsverbände.

Partnerschaftliches Gemeinschaftswerk

Dass das Projekt ein partnerschaftliches Gemeinschaftswerk ist, zeigt auch die Beteiligung des Maschinenrings Schwarzwald-Baar-Kreis, der sich seit vielen Jahren engagiert und sich um die Annahme der Streuobstlieferungen kümmert. Im Landkreis Rottweil wird die Obstannahme über die BayWa Agrar in Oberndorf am Neckar organisiert.

Bad Dürrheimer honoriert die Obstlieferungen mit 20 Euro pro 100 Kilogramm – in vielen Jahren mehr als das Doppelte des Marktpreises.

Beitrag zum Bodenschutz

„Das Kostbare Schätzle ist nicht nur ein echtes Herzensprodukt unseres Hauses“, sagt Ruf, „es ist auch ein aktiver Beitrag zum Bodenschutz.“ Denn die Streuobstflächen werden weder gespritzt noch mit Mineraldünger behandelt – was dauerhaft für gesunde Böden sorgt, die das wichtigste Gut schützen: das Wasser.

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