Projekte in Lauffen
: Wo der Schuh vor Ort drückt

Auf seiner „Heimatliebe-Tour“ besuchte Daniel Karrais Lauffen und hat eine Anregung.
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(red/pm)
Oberndorf
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Eine Gesellschaft mit Interesse an Lauffen ob Rottweil

Gerlich

Empfangen wurde der Liberale von Ortsvorsteher Karl Heinz Maier. Treffpunkt war der Platz, an dem künftig das Piratenschiff stehen soll, das in der Vergangenheit vollständig zerstört wurde.

Ein eigens gegründeter Förderverein mit mittlerweile 180 Mitgliedern hat in den vergangenen vier Jahren 300 000 Euro gesammelt, wovon 184 000 Euro aus der Leader-Förderung der EU stammen.

„Wir sind wirklich dankbar für die große Unterstützung unserer Mitbürger“, sagte Piraten-Vorstand Bernd Krause. Die Eröffnung des neuen Piraten-Spielplatzes ist für Mai 2026 geplant. Karrais zeigte sich beeindruckt vom Einsatz der Mitglieder: „Das Ehrenamt ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Projekte wie dieses sind gelebte Heimatpflege.“

Der neue Kindergarten

Ein weiteres Thema war der neue Kindergarten, der rund 4,2 Millionen Euro kosten und Platz für etwa 100 Kinder bieten wird. Die Anwesenden betonten die Wichtigkeit guter Betreuungsplätze für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier sei die Lage in Lauffen gut, war man sich einig.

Glasfaser, Pflege und Ärzte

Nach der Begehung in der Gemeinde wurden im Rathaus zahlreiche Themen diskutiert. Für Unverständnis sorgte die Ausbauabsicht von schnellem Internet durch die Deutsche Glasfaser, die jetzt davon nichts mehr wissen wolle. „Man kann die Unternehmen leider nicht verpflichten. Jetzt dürfte aber der Weg in die Förderung des Bundes offen stehen“, betonte Digitalpolitiker Karrais.

Breit diskutiert wurde die Situation der Pflege und medizinischen Versorgung. „Hat man das in Stuttgart im Blick?“, fragte Martin Zehnder, einer der Teilnehmer. Zwar sei man mit jüngeren Ärzten in Lauffen recht gut aufgestellt, doch die Probleme, Termine zu bekommen, seien trotzdem da.

„Die Gemeinde organisiert mit Ehrenamtlichen Fahrdienste für ältere Bewohner“, berichtete Eberhard Sinner. So könne man aktiv unterstützen. Karrais stellte klar, dass es keine einfache Lösung für das Gesundheitswesen gebe. „Ohne grundlegende Reform, wird sich die Situation weiter verschlechtern. Vor Ort können wir nur mit neuen Strukturen, wie medizinischen Versorgungszentren vorbeugen“, sagte der Landespolitiker dazu.

Bürokratielast beklagt

Die hohen Hürden und Auflagen für das Bauen und Unternehmen wurden ebenfalls bemängelt. In das selbe Horn stießen die Vereinsvertreter, die unter der Bürokratielast leiden. Das Ehrenamt müsse durch Entlastung stärker gewürdigt werden.

Wohlgemeinte Dinge wie die Ehrenamtskarte seien dafür „viel zu wenig“, so Karrais. „Wir müssen den Entscheidern vor Ort wieder mehr Verantwortung geben. Nur so können pragmatische Lösungen entstehen. Ich vertraue den Leuten vor Ort, dass sie vernunftbegabt entscheiden können“, stellte der Rottweiler klar.

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