Orgeljubiläum in Herrenzimmern
: Inniges Konzerterlebnis in St. Jakobus

Am vierten Adventssonntag, 22. Dezember, 17 Uhr, wird in Herrenzimmern ein romantisches »Weihnachtskonzert im Kerzenschein« gegeben. Es ist zugleich ein Jubiläumskonzert zugunsten der neuen Stehle-Orgel.
Von
(red)
Oberndorf
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Peter Auginski und die Stehle-Orgel von 2014 in St. Jakobus: Der Organist bringt die Königin der Instrumente am Sonntag, 22. Dezember, zum Frohlocken.

Hölsch

Die Stehle-Orgel tut seit nunmehr zehn Jahren störungsfrei und zur Zufriedenheit aller ihren Dienst.

Der Titel des Konzerts lautet »Die Hirten – die Engel – das Kind«. Zur musikalischen Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest erklingt festliche, heitere und innige Musik für Chor und Orgel. Vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert, also der Epoche der sogenannten Romantik.

Mit Pastorale

Fester Bestandteil der Weihnachtsgeschichte sind, als Zeugen der Geburt Christi, die Hirten auf dem Felde. Schon weit vor Christi Geburt wurden sie in der Antike in Musik, Kunst und Literatur in sogenannten »Idyllen« positiv dargestellt: sie symbolisieren, fernab von städtischer Hektik, den Einklang von Mensch und Natur.

Darauf wird im bevorstehenden Konzert in Form der »Pastorale« besonders Bezug genommen. Diese musikalische Gattung (von italienisch „pastore“, Hirt) nimmt seit dem 16. Jahrhundert einen breiten Raum in der Weihnachtsmusik ein. Sie zeichnet sich durch sanfte Melodien, fließende Harmonien und natürliche Klangfarben aus.

Um die Ruhe und Schönheit der Natur musikalisch darzustellen, werden dazu in stilisierter Form die typischen Hirteninstrumente Flöte, Schalmei und Dudelsack auf die Orgel übertragen.

Weihnachtslieder aus Polen

Natürlich darf an Weihnachten ein Wiegenlied, aufgeteilt zwischen Chor und Orgel, nicht fehlen. Voll von süddeutschem Klangzauber erklingen Franz Xaver Anton Murschhausers Variationen über »Lasst uns das Kindelein wiegen«, in welche in kindlicher Freude zahlreiche Kuckucksrufe eingearbeitet sind (obwohl dieser an Weihnachten ja gar nicht da ist).

Einen gewichtigen Programmteil nehmen im Konzert einige Weihnachtslieder aus Polen in deutscher Übertragung ein. Sie gelten, was vielleicht unbescheiden klingt, in ihrer ganz speziellen Lebendigkeit als die schönsten aller Nationen. Demut, Einfachheit und freudiger Lobpreis des Neugeborenen sind Ausdruck einer tiefgläubigen Volksseele.

Überraschung beim Finale

Als Überraschung gedacht, erklingen zum Abschluss mehrere Orgel-Variationen über ein bekanntes Weihnachtslied – von sanft bis monumental.

Der Kirchenchor von St. Jakobus und Peter Auginski (Leitung, Orgel und Arrangements) möchten den Besuchern ein besonders inniges Konzerterlebnis bereiten.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die neue Orgel wird in höflicher Form gebeten.

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