Leerstand in Rottweil
: Das gibt’s Neues in der Innenstadt zu entdecken

Mehr Wandel, weniger Leerstand: In der Rottweiler Innenstadt tut sich etwas.
Von
Stefanie Siegmeier
Oberndorf
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Im Gebäude Ecke Marienstraße und Königstraße soll ein Second-Hand-Landen eröffnen, das verkünden jedenfalls schon mal die grünen runden Schilder an den Fenstern.

Siegmeier

Wer durch die Rottweiler Innenstadt flaniert, der kann immer wieder Neues entdecken. So zieht etwa in die Hauptstraße 19 vom 12. bis 26. April ein Pop-up-Store ein. Bei „Pop-up-Vibes“ werden handgefertigte Unikate angeboten.

Die Initiatorinnen sind gespannt darauf und erzählen im Interview, wie es dazu kam. Zusammen mit Vroni Eichlinger sei Husnul Aminah mehrfach bei Verkaufsveranstaltungen in Rosenfeld, Tuningen und beim Abendmarkt Rottweil gewesen. „Deshalb bin ich auf die Idee gekommen, einen Pop-up Store-aufzumachen“, erzählt sie. Vroni Eichlinger und sie hätte dann noch weitere Frauen mit ins Boot geholt.

„Wir kennen uns, weil unsere Kinder alle die gleiche Schule besuchen. Wir sind alle im Kreativteam und organisieren gemeinsam den Waldorf-Winterzauber“, informiert sie.

In ihrer Freizeit weben, nähen und plotten sie gerne. So werden unter anderem handgewebte Schals angeboten. Dazu gibt es Taschen und eventuell noch etwas Kleidung, lässt die Initiatorin Husnul Aminah wissen. Auch hochwertige Geldbeutel und Fadenbilder sowie Kinderkleidung werde es geben, zudem allerlei Geschenkideen zum Osterfest und mehr.

In der Hauptstraße 19 eröffnet der Pop-Up-Store am Samstag,12. April, seine Pforten-

Foto: Siegmeier

„Wir haben die Ladeninformation über das Innenstadtmanagement von Kerstin Ohnmacht bekommen, und konnten auf diese Weise den Ladenbesitzer wegen einer kurzfristigen Ladenmiete kontaktieren“, sagt Husnul Aminah. Über die Zusage freuen sich die Frauen sehr. Geöffnet hat der Store jeweils von 9.30 bis 18 Uhr.

Kreativ geht es ab Mai auch in der Schrambergerstraße 5 zu. Derzeit stehen das Atelier und die Galerie des Künstlers Frank Burkard, der bisher in der Flöttlinstorstraße 16 untergebracht war, kurz vor der Eröffnung. Nach Atelierstationen in Freiburg, Stuttgart, Karlsruhe und Berlin, ist er seit 13 Jahren in Rottweil und hat jetzt das neue Domizil bezogen. Burkard ist bekannt geworden durch Arbeiten aus dem konkreten Bereich nach seinem Kunststudium in Freiburg. Seit einigen Jahren widmet er sich neben der konkreten Kunst auch informelleren Kunstwerken mit poetischerem, lyrischen Charakter. „Interessenten sind immer willkommen im neuen Atelier, gerne auch nach telefonischer Vereinbarung unter 0179/2047958“, lädt er ein.

Gute Neuigkeiten gibt es aus dem „Goldenen Apfel“ in der Flöttlinstorstraße, teilt Eigentümerin Regina Maier auf Nachfrage erfreut mit. Die Gäste warten und bangen hier bereits seit Wochen, wie und ob es in dem urigen Traditionsgasthaus weitergeht. Sie und der derzeitige Pächter Wolfgang Rahm sind froh und glücklich, dass eine Nachfolge gefunden ist. Wolfgang Rahm wird sich Ende April zurückziehen. „Jazz in town“ wird seine letzte Veranstaltung im „Apfel“ sein.

Im Anschluss bleibt das Lokal für kleine Renovierungsarbeiten geschlossen. Im Juli geht es dann mit dem Neuen „in gewohntem Stil“, weiter, wie Regina Maier informiert. Zuviel möchte sie derzeit noch nicht verraten, informiert aber, dass es sich beim neuen Pächter um einen Koch handelt, der aus Rottweil stammt und der mit viel Energie weitermachen möchte. Vermutlich werde er auch die Räume des ehemaligen Ateliers nebenan mitnutzen.

Das Kindermodengeschäft in der Unteren Hauptstraße schließt.

Foto: Siegmeier

Veränderungen gibt es zudem in der Nachbarschaft im Gasthaus Rössle, das sich unter neuer Leitung auf Gäste freut. Und in den ehemaligen Räumen des „Potpourri“ oder vielmehr der „Ranno Bar“ wird es bald ebenfalls eine neue Nutzung geben – mehr möchte die künftige Nutzerin im Moment noch nicht verraten.

In der ehemaligen Taco-Bar in der Hauptstraße 61 neben dem Kino wird ein Kebap-Imbiss eröffnen. Weiter oben kündigt sich beim Kinderkleidungsgeschäft gegenüber dem „Venezia“ die Schließung an. „Alles muss raus. Wir schließen die Filiale“, heißt es auf den Schildern im Schaufenster. Bis vermutlich Ende April läuft der Ausverkauf, dann schließt der Laden.

„Wir suchen nach einem Nachfolger. Es haben bereits mehrere Interessenten den Laden angeschaut und sind am überlegen“, teilt Rolf Schanz mit.

Und etwas außerhalb, im Gebäude Ecke Marienstraße/Königstraße wird ein Second-Hand-Laden eröffnen, das verheißen zumindest die grünen Aufkleber an den Fenstern. Momentan wird hier noch eifrig gearbeitet.

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