Landgericht Rottweil: Referendar Matthias Ehmer ist drittbester Absolvent im Land

Die Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, Marion Gentges, zeichnet Matthias Ehmer aus.
LandgerichtDas Landgericht Rottweil freut sich über einen besonderen Erfolg aus den eigenen Ausbildungsreihen und beglückwünscht Matthias Ehmer zu seiner Leistung im Zweiten Juristischen Staatsexamen, wie es in einer Mitteilung heißt. Ehmer, der seinen juristischen Vorbereitungsdienst von 2023 bis 2025 am Landgericht Rottweil absolvierte, hat in der Prüfungskampagne Herbst 2025 in Baden-Württemberg das drittbeste Ergebnis erreicht.
Er erzielte 12,98 Punkte und damit die nur sehr selten vergebene Gesamtnote „gut“, die in diesem Durchgang nur 3,28 Prozent aller Prüfungsteilnehmer erreicht haben. Die Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, Marion Gentges, zeichnete ihn als einen der Jahrgangsbesten am im Hegel-Saal der Stuttgarter Liederhalle aus.
Der Präsident des Landgerichts Florian Diekmann würdigte die Leistung: „Ein solches Ergebnis ist außergewöhnlich und spricht für hohe fachliche Exzellenz, Disziplin und Ausdauer. Wir freuen uns sehr, dass Ehmer seine Ausbildung am Landgericht Rottweil absolviert hat – sein Erfolg ist auch eine Bestätigung für die engagierte Arbeit unserer Ausbilderinnen und Ausbilder.“
Mitglied in Narrenzunft
Ehmer studierte von 2014 bis 2019 Rechtswissenschaft an der Uni Heidelberg und promovierte an der Uni Würzburg. Während seines von der Studienstiftung des Deutschen Volkes geförderten Promotionsstudiums führten ihn Forschungsaufenthalte an die Universitäten Padua und Neapel. Seit November 2025 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Habilitand an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig. Seine Forschung zum Römischen Recht – einem Gebiet, das historisch zur Stadt Rottweil passt – verbindet er mit großem Engagement über die juristische Ausbildung hinaus, heißt es in der Mitteilung: So brachte sich Ehmer auch in das regionale Brauchtum ein. Er ist aktives Mitglied der Narrenzunft Oberndorf und war unter anderem mit der Schmotzigen-Kapelle als Blechbläser in Rottweil unterwegs.
Individuelle Betreuung
In einem Rückblick hob Ehmer die Besonderheiten des Rottweiler Referendariats hervor: „Die individuelle Betreuung und die gute Abstimmung der Stationen haben mir sehr geholfen. Gerade die kleinen AG-Gruppen und der enge Austausch mit meinen Ausbildern, die ihre Betreuung auf meine Bedürfnisse zuschnitten, waren für mein Examensvorbereitung zentral – eine Qualität, die keineswegs selbstverständlich ist.“ Zugleich betonte er die Vorteile gegenüber größeren Ausbildungsstandorten: „Man kann viel individueller arbeiten und bekommt gleichzeitig sehr gründliche Rückmeldungen. Ich habe es zudem sehr geschätzt, dass der Präsident uns Referendare zu einem Gespräch eingeladen hat – diese Wertschätzung nimmt man wahr.“ Für ihn sei Rottweil die ideale Wahl für die Examensvorbereitung gewesen.
Gerichtspräsident Diekmann unterstrich die Bedeutung des Erfolgs auch für das Landgericht selbst: „Wir möchten talentierten Nachwuchsjuristinnen und -juristen zeigen, dass sie am Landgericht Rottweil und den hiesigen Amtsgerichten hervorragende Bedingungen vorfinden, um sie so auch für unsere Region und eine Tätigkeit im Landgerichtsbezirk Rottweil zu begeistern“.