Jubiläumskonzert Stetten: Verdienter Applaus für alle erklingt

Der Jubilar zeigt sich in Bestform.
ModronjaEin für den Musikverein Stetten o. R. außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Eines, in dem der Verein sein 100-jähriges Bestehen ausgiebig feiern durfte. Da darf es nicht fehlen, dass die Musiker kurz vor Beginn der Adventszeit noch einmal zeigen, was in ihnen steckt.
Den musikalischen Auftakt gestaltete die Jugendkapelle Stetten-Villingendorf unter der Leitung von Jonas Ribeiro. In den vergangenen Jahren ist die Gruppe stetig gewachsen; die vielen jungen Musiker gaben ein beeindruckendes Bild ab.

Die Jugend spielt begeisternd auf.
Foto: ModronjaMusikalisch wussten sie zu überzeugen: Mit modernen Hits wie Havana, das sofort zum Mitklatschen anregte, oder Shut Up and Dance, ebenso wie mit Klassikern wie Bohemian Rhapsody und Smoke on the Water. Zwei Zugaben rundeten ihren gelungenen Auftritt ab.
Nicht ohne eine Zugabe
Im Anschluss nahm der Musikverein Flözlingen unter Dirigent Michael Schütte auf der Bühne Platz. Die Musiker eröffneten ihren Konzertteil mit Des Großen Kurfürsten Reitermarsch. Danach ging es auf eine abwechslungsreiche Klangwanderung zum Mont Blanc, die atemberaubende Aussicht vom Gipfel war förmlich zu hören.
Nach Filmmusik aus Pearl Harbor folgte das gefühlvolle Stück The Story. Den Abschluss bildete der Marsch des Landkreises Unterallgäu, Allgäu Land. Und natürlich verabschiedeten sich die Flözlinger nicht ohne eine Zugabe.
Nach mehreren hochkarätigen Ehrungen präsentierten die Gastgeber ihr eigenes musikalisches Programm, das zugleich einen Blick zurück auf die Vereinsgeschichte warf. Werke aus unterschiedlichen Jahrzehnten, die den Musikverein geprägt haben, erklangen an diesem Abend. Seit bereits zehn Jahren nicht mehr vom Verein wegzudenken: die musikalische Leitung und Dirigentin Ana Stankovic.
Wohltat für die Augen
Die Stettener Musiker eröffneten ihren Konzertteil ebenfalls mit einem Marsch: Arsenal. Es folgte die lebhafte Huntingdon Celebration. Mit dem wunderbaren Stück La Storia, das wie Filmmusik klingt, ohne eine zu sein, wurde dem großen Ennio Morricone gedacht. Dabei gab es noch etwas fürs Auge: ein Tanzpaar schwebte elegant durch die Halle. Das Werk Moment for Morricone schloss sich unmittelbar an.
Als letztes Stück erklang Bee Cee Bee Gee (Abkürzung für „Bon Chic Bon Genre“), in dem ein Tag im Leben einer wohlhabenden jungen Dame musikalisch dargestellt wird.
Hier beeindruckte Natalie Waller mit einer virtuosen Soloeinlage und außergewöhnlicher Fingerfertigkeit an der Klarinette.
Nach verdientem Applaus für alle Mitwirkenden dankte Vorsitzender Markus Schaumann den Dirigenten und den Ansagern aller drei beteiligten Kapellen mit einem kleinen Präsent.
Scherz und fürs Herz
Zum Abschluss sorgten die Gastgeber mit der ersten Zugabe, der Scherzpolka, für viel Stimmung, Konfettiregen und augenzwinkernde Albernheiten auf der Bühne. Mit der zweiten Zugabe, der Sweet Bells Fantasy, wurde schließlich mit sanften Glockenklängen die Weihnachtszeit eingeläutet.