Interkulturelle Wochen in Rottweil: Von Projektchor bis Mahnwache für das Leid Geflüchteter

Sie freuen sich auf die Interkulturellen Wochen: Lynda Cullen (links) und Christine Ott-Vollmer.
Siegmeier/Stadt RottweilBereits zum fünften Mal beteiligt sich Rottweil an den bundesweit stattfindenden Interkulturellen Wochen, die diesmal das Motto „Neue Räume“ haben. Vom 20. September bis 23. Oktober erwartet die Besucher ein vielfältiges Kulturprogramm. Auch der Abendmarkt am Donnerstag, 26. September, wird in das Programm mit einbezogen.
„Die Interkulturellen Wochen finden nun bereits zum fünften Mal in Rottweil statt, und wir sind somit eine von 500 Städten und Gemeinden bundesweit, die im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe zeigen, dass sie für eine offene und tolerante Gesellschaft eintreten“, so Oberbürgermeister Christian Ruf. Er dankt allen beteiligten Organisationen für ihr Engagement und lädt die Bürger ein, die Veranstaltungen rege zu besuchen.
Gute Ideen
„Ich freue mich sehr auf die Interkulturellen Wochen, zum einen auf das Programm und zum anderen, weil sich in diesem Jahr die Geflüchteten bereits in die Vorbereitung und Planung mit vielen guten Ideen eingebracht haben“, sagt Christine Ott-Vollmer von der Fachstelle Integration, koordinierende Organisatorin.
So wird der Abendmarkt am Donnerstag, 26. September, ein buntes Fest der Kulturen. Es werden nicht nur interkulturelle kulinarische Leckerbissen angeboten, sondern es wird auch Kunsthandwerk präsentiert. Und in der lebendigen Bibliothek kann man interessante Geschichten erfahren.
Ein Highlight der Veranstaltung wird um 16 Uhr der Auftritt des Projektchors „Voices for Peace“ unter der Regie von Lynda Cullen und Katja Schneider sein. Die irische Sängerin und die Offenburger Künstlerin setzen Musik als Brücke zum Miteinander ein und starten eine einzigartige Mitmachaktion.
Besonderer Projektchor
Das Projekt „Voices for Peace“ hat zum Ziel, Menschen jeden Alters, jeder Herkunft und Religion zu vereinen. Interessierte, die Teil dieses besonderen Projekts werden möchten, können ohne vorherige Anmeldung zur Probe am Montag, 23. September, um 18 Uhr in den Jugendtreff Kapuziner kommen. „Sangesfreudige sind herzlich willkommen“, lädt Lynda Cullen ein.
Auftakt der Interkulturellen Wochen ist das Frauenfrühstück am Freitag, 20. September, auf dem Hegneberg. Des Weiteren öffnen am Dienstag, 24. September, das „Café Vielfalt“ im Bischof-Linsenmann-Haus und das „Internationale Café“ auf dem Hegneberg die Pforten.
Am Freitag, 27. September, dem internationalen Tag des Flüchtlings als zentralem Kern der Interkulturellen Wochen, lädt Irmi Sellhorst von der Fachstelle für Traumatisierte „rûmet“ (kurdisch Respekt) zu einer Kunstaktion zum Mitmachen ein, die um 18 Uhr mit einer Mahnwache auf dem Platz vor der Kapellenkirche endet.
Mahnwache
Zur Mahnwache sind alle eingeladen, um deutlich ein Zeichen für menschliche Anteilnahme am Leid der Geflüchteten zu setzen. Am selben Abend zeigt das Central Kino Rottweil den Film „Ich, Capitano“ und gibt damit einen Einblick in eine typische Flüchtlingsbiografie. „Der Tag soll uns daran erinnern, dem Schicksal der vielen heimatlosen Geflüchteten in menschlicher Anteilnahme zu gedenken“, betont OB Ruf.
Weitere Veranstaltungen, beispielsweise der Interkulturelle Lesekreis und der „Tag der offenen Moschee“ und die „Rottweiler Reihe Religionen“ folgen.
Für die Interkulturellen Wochen haben sich wieder zahlreiche soziale und religiöse Einrichtungen, Verbände und Vereine zusammengefunden, um gemeinsam mit der städtischen Fachstelle Integration ein vielfältiges Veranstaltungs- und Begegnungsangebot zu erstellen.
Das gesamte Programm gibt es unter www.integration-rottweil.de sowie auf den Websites der beteiligten Organisationen. Programmhefte liegen zudem an den üblichen Stellen aus.