Gymnasium in Rottweil: Mit dem Förderprogramm "Rückenwind" Lernlücken schließen

Die Siebtklässler am Albertus-Magnus-Gymnasium in Rottweil sind begeistert vom Förderprogramm "Rückenwind".
DörrRottweil - "Der Nachmittag vergeht wie im Flug. Ich hätte nie geglaubt, dass zwei Stunden Mathe so cool sein können." Lara, Elias und Deborah aus der Klasse 6 des Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) Rottweil sind sich einig: Mathematik mit Rückenwind ist nicht nur hilfreich, sondern macht auch Spaß. In kleinen Kursen von vier bis acht Schülern haben die Schüler die Möglichkeit, individuelle Lücken aufzuarbeiten.
"Manchmal haben wir sogar zwei Lehrer, dann wird es richtig intensiv", berichten die Schüler. Möglich ist diese zusätzliche Förderung durch das landesweite Programm "Lernen mit Rückenwind". So nennt sich der mit dem laufenden Schuljahr gestartete Baustein des vom Kultusministerium initiierten Maßnahmenpakets zum Thema "Aufholen nach Corona". Das AMG hat sich an diesem Maßnahmenpaket bereits zweimal mit den in den Sommerferien angebotenen "Lernbrücken" beteiligt.
Mathe, Englisch und Latein
Inzwischen ist auch das über die Schuljahre 2021/2022 und 2022/2023 angelegte kontinuierliche Förderprogramm "Rückenwind" angelaufen. Inhaltlich liegt der Fokus auf den Kernfächern Mathematik, Englisch und Latein. Für die Umsetzung erhalten die Schulen ein schuljahresbezogenes Budget, um entsprechendes Personal zu rekrutieren.
Dabei ist auch an außerschulische Kooperationspartner gedacht, mit denen auf der Grundlage einer vom Kultusministerium vorbereiteten Rahmenvereinbarung ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wird. Das AMG hatte Glück: Der Leiter der Schülerhilfe Rottweil, ein ehemaliger AMGler, bot seine Kooperation anbot. Seit Anfang Dezember laufen die Kurse bei Dietmar Tochtermann, Christoph Zirn und Frank Gaber in den angesprochenen Fächern am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Die Teilnehmer wurden von den Fachlehrern aufgrund individueller Schwächen vorgeschlagen, die Teilnahme ist freiwillig. Während die Kurse der Klassen sieben und acht voll belegt sind, tun sich die älteren Schüler schwerer, die Energie für einen Zusatzkurs aufzubringen.
Mehr Teilnehmer nach den Zeugnissen?
Doch das Programm läuft erst an, mit einem zunehmenden Interesse nach den Halbjahresinformationen ist zu rechnen, heißt es aus dem AMG. Die unterrichtenden Lehrer der Schülerhilfe stehen mit dem Kollegium in Kontakt, ein fachlicher Austausch gehöre zum Kooperationsvertrag. Die Zielsetzung sei ein stimmiges und effektives Programm, um die Chancen des sogenannten "Rückenwindes" im Sinne der Schüler zu nutzen.
Dies wird nicht nur von Seiten der Schüler, sondern auch von Eltern und Lehrern als große Hilfe angesehen. Angesichts der Herausforderungen, die die Pandemie für die Schulen, Schüler und Eltern mit sich bringe, biete diese Möglichkeit eine willkommene Erleichterung und ein gute Ergänzung des regulären Unterrichts.
Miteinander fördern
Inzwischen arbeitet die Schule an einem weiteren Förderkonzept im sozial-emotionalen Bereich. Denn: Die Folgen der Pandemie machen sich nicht nur im regulären Unterricht, sondern auch im Miteinander bemerkbar. Manche Schüler können sich schon gar nicht mehr vorstellen, dass sie sich in den Pausen frei bewegen dürfen. Auch in dieser Hinsicht könnte ein wenig Rückenwind nicht schaden.