Großgefängnis in Rottweil
: Es gibt neue Einblicke in die JVA  - und nicht nur das

Seit bekannt wurde, dass sich der Neubau des Großgefängnisses massiv verzögert, ist es ruhig geworden. Doch jetzt gibt es neue Einblicke. Und es fliegt Konfetti.
Von
Corinne Otto
Rottweil
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JVA

Großbaustelle in Verzug: Dieses Luftbild des neuen JVA-Neubaus in Rottweil wurde bei der Amtseinführung der neuen Leiterin vorgestellt (Archivbild).

Otto
  • Neubau der JVA Rottweil verzögert sich voraussichtlich um 18 Monate – Gründe unklar.
  • Offiziell heißt es, man liegt im Kostenrahmen von 280 Mio. Euro und Risikovorsorge 97 Mio. Euro.
  • Auf der Baustelle steht die hohe Mauer, im Innern herrscht noch Rohbauatmosphäre.
  • Neue Einblicke gibt es über Instagram: Kanal „JVA_Rottweil“ zeigt Videos und Bilder.
  • Ein Clip mit Außenansicht erzielte über 1000 Likes und 163.000 Aufrufe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das neue Großgefängnis in Rottweil hat schon in einer ganz frühen Bauphase ein wichtiges Element bekommen: nämlich die hohe Mauer drumherum. Entsprechend abgeschirmt ist - natürlich aus Sicherheitsgründen - die ganze Baustelle.

Unsere Redaktion hatte zuletzt vor fast genau einem Jahr Gelegenheit, in den Neubau mit seinen großen Haftgebäuden zu blicken - das war bevor bekannt wurde, dass es massive Verzögerungen beim Neubau gibt. Wie wir exklusiv berichtet hatten, wird das Großgefängnis 18 Monate später fertig, als gedacht. Dennoch: Jetzt werden einige neue Einblicke gewährt.

Allerdings leider nicht live vor Ort, dafür aber auf Instagram: Der recht neue Kanal „JVA_Rottweil“ hat schon etliche Fans - und als echte Reißer erweisen sich die Videos aus dem Innern der neuen JVA.

Ein Rundumschwenk mit der Außenansicht eines Haftgebäudes hat bereits mehr als 1000 Likes und 163.000 Aufrufe. Im Begleittext wird geschwärmt: „Auch ohne perfekten Sonnenschein wirken die farblich abgestimmten Akzente beeindruckend und geben dem Haftgebäude eine moderne, nahezu landschaftliche Atmosphäre. Architektur, Funktionalität und Design treffen hier aufeinander.“

JVA innen

Eines der Haftgebäude ist auf Instagram von außen zu sehen.

JVA_Rottweil/Screenshot Otto

Nun, ob das den späteren „Bewohnern“ den Aufenthalt versüßt, bleibt fraglich. Und bis die ersten Inhaftierten einziehen - im Innern der Haftgebäude herrscht noch Rohbauatmosphäre - wird es ohnehin noch dauern. Dabei stand der von Anfang an ausgegebene Fertigstellungstermin „Mitte/Ende 2027“ zunächst nicht infrage. Doch dann verdichteten sich die Hinweise, dass es nicht rund läuft auf der wohl prominentesten Baustelle im Land.

Schließlich gab es im Januar die Bestätigung aus dem zuständigen Justiz- und dem Finanzministerium: Es gibt Probleme, der Bau werde voraussichtlich 18 Monate später fertig als geplant. Man liege „innerhalb des Kostenrahmens von 280 Millionen Euro und einer   Risikovorsorge von 97 Millionen Euro“. Ob das Großgefängnis nun Mitte/Ende 2029 fertig wird - oder noch später - bleibt abzuwarten.

Kreative Überbrückung

Die Zeit jedenfalls wird auf Instagram aus der alten JVA heraus, die direkt in der Stadt liegt, von den Beschäftigten kreativ überbrückt. Neben Bildern vom Neubau gibt es da auch mal eine Tanz- oder zumindest Showeinlage zu sehen - samt Konfettifilter. Da wird vor Begeisterung sogar die Frage in den Kommentaren gestellt: „Was muss man tun, um bei euch zu landen?“

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