Gewalttat in Irslingen: Massives Polizeiaufgebot – Wohnhaus wird nach Schuss erneut durchsucht

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist am Montagvormittag erneut vor Ort.
OttoEs ist ein Bild, das so gar nicht in die vorweihnachtliche Stimmung passt: Ein Großaufgebot an Polizeikräften ist am Montagmorgen in Irslingen angerückt. Dort wird das Wohnhaus, in dem ein Zwölfjähriger am vorvergangenen Sonntag durch einen Schuss in den Kopf schwer verletzt wurde, erneut von der Kriminalpolizei durchsucht.
Es gilt, Abstand zu wahren, der Bereich rund um das Wohnhaus ist Gefahrenbereich, wie ein Kriminalbeamter vor Ort erklärt. Die Polizei soll in ihrer Arbeit nicht behindert werden. Neben zahlreichen Polizeitransportern ist die Hundestaffel vor Ort, außerdem Zivilfahrzeuge der Polizei.
Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz erklärt, hätten die seit der Tat laufenden Ermittlungen nun ein erneutes Betreten des Wohnhauses erforderlich gemacht. Es seien aufwendige kriminaltechnische Maßnahmen notwendig. Ob es bei der Aktion auch um die neuerliche Suche nach möglichen weiteren Waffen geht, dazu macht die Polizei keine Angaben. Eine Gefahr gehe von dem Gebäude aber nicht aus, wird auf Nachfrage betont.
Das Großaufgebot der Kräfte sei „in Anbetracht des Delikts“ der Lage angemessen, so der Sprecher.
Es wird wegen versuchter Tötung ermittelt
Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein 14-Jähriger soll nach bisherigen Erkenntnissen einem zwölfjährigen Freund in den Kopf geschossen und ihn schwer verletzt haben. Der Junge wurde ins Auge getroffen. Der 14-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am vergangenen Dienstag mitteilten.
Die Staatsanwaltschaft hat zudem gegen die gesetzlichen Vertreter des Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen waffenrechtlicher Verstöße und des Tatvorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet.
Nach Beendigung der Durchsuchungsaktion heute soll es weitere Informationen zum Einsatz und zum Stand der Ermittlungen geben.
