Fördermittel für Rottweil: 3,5 Millionen Euro im Gepäck

Einen Förderbescheid in Höhe von 3,5 Millionen Euro überreicht Regierungspräsident Carsten Gabbert (Mitte) an Oberbürgermeister Christian Ruf und Bürgermeisterin Ines Gaehn.
SiegmeierGroßbaustelle auf dem Friedrichsplatz und dem Münsterplatz, Hängebrücke kurz vor der Einweihung, Landesgartenschaugelände im Entstehen und das Alte Spital mitten im Umbau. Regierungspräsident Carsten Gabbert staunte nicht schlecht, als er der Stadt Rottweil am Mittwoch einen Besuch abstattete.
Oberbürgermeister Christian Ruf, Bürgermeisterin Ines Gaehn und die Fraktionssprecher des Gemeinderates gaben ihm vielseitige Einblicke in Rottweils Bauprojekte. „Das ist eine kleine Leistungsschau, damit sie sehen, was mit ihren Geldern passiert“, sagte der Oberbürgermeister bei der Begrüßung im historischen Ratssaal und gab einen Überblick über die Maßnahmen, die derzeit auf der Agenda stehen. Ruf machte aber auch deutlich, dass dies nur aufgrund der Fördergelder überhaupt möglich sei. „Wir sind dem Regierungspräsidium sehr dankbar für die Unterstützung“, ergänzte er.
Ein Privileg
Es sei ein echtes Privileg, dass Landesgartenschaustädte von maßgeschneiderten Förderprogrammen profitieren könnten, lobte der OB weiter. Die Förderquote liege meist bei 50 Prozent der Kosten. „Bei der Landesgartenschaubrücke hoffen wir sogar auf 90 Prozent Förderung von Regierungspräsidium und Bund“, informierte Ines Gaehn.
Die Neckarrevitalisierung mit zehn Millionen Euro für die zwei Kilometer lange Strecke, hätte die Stadt allein nie stemmen können, machte Christian Ruf deutlich. Aber nicht nur finanzielle, sondern auch fachliche Unterstützung erhalte die Stadt vom Regierungspräsidium, die ebenfalls sehr wertvoll sei.
„Ich freue mich, wieder in Rottweil zu sein, und freue mich auf den Austausch mit Ihnen“, betonte Gabbert. Im Sommer hatte er sich zuletzt auf dem Landesgartenschaugelände und weiteren Baumaßnahmen umgesehen. Sechs Förderkonferenzen allein für die Landesgartenschau habe es bereits gemeinsam gegeben.
Dass in Rottweil grad viel gebaut wird, das konnte der Regierungspräsident schon bei der Anfahrt erleben. Gabbert informierte, dass das Regierungspräsidium gerne berate und unterstütze, aber auch auf Kommunen angewiesen sei, die gute Vorarbeit leisten würden.
Das Regierungspräsidium hatte bereits im Dezember 2023 einen Landeszuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro für die Daueranlagen bewilligt, für das Sanierungsgebiet „Stadtmitte“ sind bereits 12,6 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln bewilligt worden, und für Verkehrsmaßnahmen 12 Millionen Euro.
Eine neue Ordnung
Aber damit nicht genug. Carsten Gabbert war nicht nur zur Baustellentour angereist, sondern hatte auch gleich noch einen Förderbescheid in Höhe von 3,5 Millionen Euro aus der Städtebauförderung im Gepäck, den er Oberbürgermeister Christian Ruf und Bürgermeisterin Ines Gaehn überreichte. Die Mittel fließen in die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Stadtmitte“, die sich bereits im zwölften Jahr der Umsetzung befindet. „Mit der Städtebauförderung unterstützen wir die Stadt Rottweil gezielt dabei, die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten und den öffentlichen Raum neu zu ordnen“, erklärte Gabbert. „Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für eine moderne, nachhaltige Mobilität – mit mehr Platz für Fußgänger und Radverkehr“, betonte er.
Im Anschluss ging es dann auf die gut dreistündige Baustellentour, vom Münsterplatz über den Friedrichsplatz zur Neckarline, wo Roland Haag mit der Gruppe über das neue Bauwerk ging. Weiter ging es dann zu Martin Stockburger ins Alte Spital, der die besondere Baumaßnahme des künftigen Hotels ausführlich erläuterte.
Zum Abschluss führte die Tour über den Spitalgarten hinunter ins Landesgartenschaugelände, wo es mittlerweile eine ganze Menge zu sehen gibt. Zuerst ging’s an die Neckarbaustelle, dann in den Stadtgraben, wo die Kaskadenbaustelle und der Wegebau im Mittelpunkt standen, und zum Abschluss schaute sich Carsten Gabbert den Musikpavillon an.