Feuerwehr Seedorf übt: Spektakuläre Rettung vom Kirchendach

Viele Zuschauer verfolgen die Herbstübung.
Hemminger/Feuerwehr DunningenAngenommen wurde, dass es bei Reparaturarbeiten zwischen Kirchenschiff und dem Kirchendach der Seedorfer St. Georgs-Kirche zu einer unklaren Rauchentwicklung gekommen ist.
Zwei Personen galten als vermisst. Eine dritte Person hatte sich in den Kirchturm gerettet und machte sich in mehr als 29 Metern Höhe an einer Turmöffnung bemerkbar, war jedoch aufgrund Verletzungen nicht in der Lage, sich selbst zu retten.
Das Übungsszenario wurde den zahlreichen Zuschauer durch den Abteilungskommandanten Andreas Jehle erklärt und kommentiert, so dass auch die anwesenden Gäste wussten, was die Feuerwehr in so einem Fall unternimmt.
Wasserversorgung zur Eschach aufgebaut
Beim Eintreffen war aus dem Kirchendach Übungsrauch ausgetreten. Sofort wurden die ersten Trupps unter Atemschutz zur Personenrettung und Brandbekämpfung über das Treppenhaus in den Dachstuhl des Kirchengebäudes kommandiert. Gleichzeitig wurde eine Wasserentnahme und Wasserversorgung von der nahe gelegenen Eschach aufgebaut.
Das Vordringen ins Kirchendach stellte sich aufgrund des Aufstiegs von rund 15 Metern und der kuppelartigen Konstruktion des Kirchenschiffes als Herausforderung der Atemschutztrupps heraus.
Nachdem die Einsatzabteilung Dunningen mit dem Einsatzleitwagen (ELW) und einem weiteren Löschgruppenfahrzeug (HLF20) eingetroffen waren, unterstützte ein weiterer Trupp unter Atemschutz die eingeleitete Brandbekämpfung und Personenrettung. Die zwei vermissten Personen wurden schnell gefunden und über den rauchfreien Teil des Kirchturmes in Sicherheit gebracht.
Rettung in 29,50 Metern Höhe
Die auf dem Kirchturm befindliche verletzte Person wurde durch die speziell ausgebildeten Kräfte der Absturzsicherungsgruppe gesichert. In einer aufwendigen Aktion wurde zudem eine sogenannte Schleifkorbtrage mittels Flaschenzuges unter das Kirchturmfenster in 29,50 Meter Höhe gebracht.
Nach der erfolgreich absolvierten Übung trafen sich alle Beteiligten zur Übungsbesprechung. Abteilungskommandant Andreas Jehle sprach allen Kräften der Einsatzabteilungen Seedorf, Dunningen und der Absturzsicherungsgruppe seinen Dank und seinen Respekt für die gut gemeisterte Übung aus.
Kommandant Volker Hils, der die Übung ebenfalls mitverfolgt hatte, schloss sich den Dankesworten an und sprach die Verkehrsabsicherung beziehungsweise Sperrung der Einsatzstelle an.
An der Übung waren die Einsatzabteilung Seedorf mit drei Fahrzeugen, die Einsatzabteilung Dunningen mit zwei Fahrzeugen und die abteilungsübergreifende Absturzsicherungsgruppe der Feuerwehr Dunningen mit einem Fahrzeug beteiligt.