Dunningen
: Gemeinwohl stets zur Richtschnur gemacht

Abschied: Heinz Haag verlässt den Dunninger Gemeinderat
Von
Peter Schönfelder
Oberndorf
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Heinz Haag (rechts) verließ am Montag auf eigenen Wunsch den Dunninger Gemeinderat. Bürgermeister Peter Schumacher wünschte ihm für die Zukunft alles Gute. Foto: Schönfelder

Schwarzwälder-Bote

Dunningen-Seedorf. "Mit einem Schlag ist alles anders." Mit diesem doppeldeutigen Satz begann Heinz Haag am Montagabend im Dunninger Gemeinderat seine Abschiedsrede. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er das Gremium um Entlassung aus seinem Amt, das er mit Herzblut wahrnahm, ersucht. Der Gemeinderat entsprach seiner Bitte einstimmig.

Heinz Haag gehörte nicht zu den Räten, die durch viele Redebeiträge auffielen, gleichwohl brachten seine Fragen und Anregungen manche Diskussion der Lösung entscheidend näher. Sein Urteil war stets wohl abgewogen und schlüssig.

Haag sei seinen Amtspflichten, das Wohl der Gemeinde und seiner Einwohner zu fördern, besonders gewissenhaft nachgekommen, hob Bürgermeister Peter Schumacher in seiner Verabschiedung hervor. Im Jahre 2004 sei Haag in den Ortschaftsrat Seedorf eingetreten und bis zu dessen Auflösung 2014 dort tätig gewesen. Ab 2009 sei Haag auch Mitglied des Gemeinderats gewesen und bei der Kommunalwahl 2014 im Amt bestätigt worden.

Entscheidungen des Ortschafts- oder Gemeinderats wirkten sich hautnah auf die Gemeinde und die Bürgerschaft aus. Haag habe stets das Gemeinwohl im Auge gehabt. Dass sich diese Entscheidungen nicht immer positiv auf einzelne Bürger auswirkten, so Schumacher, mache die Gremiumsarbeit nicht "vergnügungssteuerpflichtig". Gerade bei umstrittenen Fragestellungen habe Haag mit seiner ausgeglichenen Art die Diskussion bereichert.

Er, Schumacher, habe Haag als besonnenen, tiefgründigen und immer gut vorbereiteten Gemeinderat kennengelernt.

Aber: "Mit der ehrenamtlichen Tätigkeit als Gemeinderat waren auch persönliche Opfer verbunden, um an verantwortlicher Stelle bei der Lösung der Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben mitzuwirken und so an einer gedeihlichen Entwicklung der Gemeinde mitzuwirken", sagte der Schumacher wörtlich. Insofern sei auch ein Dank an Haags Frau Anja und die vier Kinder Maria, Salome, Georg und Lina angebracht. Er wünschte Haag viel Glück und baldige Genesung.

Heinz Haag bedauerte, sein Amt als Gemeinderat aufgeben zu müssen. Zunächst habe er noch gehofft, dass sich seine Gesundheit schnell wieder herstellen lasse. Inzwischen habe er erfahren müssen, dass es doch so schnell nicht gehe, sagte er.

Ihm sei inzwischen klar geworden, wie sehr er in seine politische Arbeit hineingewachsen sei. Er habe viele Menschen kennengelernt und wertvolle Erfahrungen machen und Demokratie an der Basis mitgestalten dürfen. Und doch sei es jetzt Zeit, sich aus dem Gemeinderat zurückzuziehen, um einem Nachrücker Platz zu machen.

Mit einem kleinen Empfang im Anschluss an die Sitzung des Gemeinderats nahm Haag endgültig auch formell Abschied von seinen Gremiumskollegen.

Der Seedorfer Christoph Wilk wird als Nachrücker Haags Platz im Gemeinderat einnehmen. Wilk hatte bei der Kommunalwahl 2014 die nächsthöhere Stimmenzahl der Freien Liste geholt. Er wird in der Sitzung des Gemeinderats am 22. Januar 2018 offiziell auf sein neues Amt verpflichtet.

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