Deißlingen
: Austritt geplant – Albverein-Ortsgruppe will eigene Wege gehen

Mit der Neugründung des „NeckarALBVerein“ und dem geplanten Austritt aus dem Schwäbischen Albverein sollen in Deißlingen die Weichen neu gestellt werden.
Von
Siegfried Reinhardt
Deißlingen
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Sowohl die traditionelle Wegepflege und die Wartung der Wanderwege als auch die Betreuung und der Schutz der heimischen Natur stünden auch beim neuen Verein weiterhin im Fokus. (Archivfoto)

Albverein Deißlingen
  • Deißlinger Ortsgruppe gründet „NeckarALBVerein“ – Austritt aus dem Hauptverein geplant.
  • Grund sind wiederholte Beitragserhöhungen und nur ein Euro Rückfluss pro Mitglied.
  • Beiträge sollen vor Ort bleiben und auf etwa ein Drittel sinken, rund 200 Mitglieder betroffen.
  • Kernaufgaben bleiben: Wegepflege, Wartung der Wanderwege sowie Schutz der heimischen Natur.
  • Termine: Gründungsversammlung war am 2. Juli, am 27. Juli entscheidet eine außerordentliche HV.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Aufgrund anhaltender Differenzen über die Beitragsstrukturen des Hauptvereins strebt die bisherige Ortsgruppe des Albvereins die organisatorische Unabhängigkeit an. Mit der Neugründung des „NeckarALBVerein“ und dem geplanten Austritt aus dem Schwäbischen Albverein sollen die Weichen für eine zukunftsorientierte, rein lokale Vereinsarbeit gestellt werden.

Das Vorhaben stütze sich bereits auf das volle Einverständnis und das grüne Licht des Vereinsausschusses. Der primäre Auslöser für diesen tiefgreifenden Schritt liegt in den wiederholten Beitragserhöhungen durch den Hauptverein in Stuttgart, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Die Verantwortlichen der Deißlinger Ortsgruppe hatten diesen Erhöhungen auf den Gauversammlungen über Jahre hinweg konsequent widersprochen, letztlich jedoch ohne Erfolg.

Ein zentraler Kritikpunkt sei der geringe finanzielle Rückfluss: Vom regulären Mitgliedsbeitrag verbleibe der lokalen Ortsgruppe lediglich ein Euro pro Mitglied. Angesichts der laufenden Kosten vor Ort werde dies als unzureichend und ungerechtfertigt empfunden.

Zurzeit hat der Verein laut Pressemitteilung rund 200 Mitglieder inklusive Familien. Durch die organisatorische Trennung verblieben die Mitgliedsbeiträge künftig vollständig im Ort, heißt es. Dies ermögliche eine drastische Senkung der Beiträge auf voraussichtlich ein Drittel des bisherigen Niveaus. Die Vereinsführung verbinde damit die Hoffnung, die Identifikation mit dem Verein im Ort spürbar zu stärken und neue Mitglieder zu gewinnen.

Kein Einzelfall in der Region

Dass es sich hierbei um keine Einzelfallentscheidung handele, zeige der Blick in die Region: Aufgrund des großen Unmuts im Gau seien bereits im vergangenen Jahr mit Epfendorf, Bösingen und Nusplingen drei andere Ortsgruppen denselben Weg gegangen.

Trotz der organisatorischen Neuaufstellung blieben die Kernaufgaben des Vereins vollkommen identisch, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Sowohl die traditionelle Wegepflege und die Wartung der Wanderwege als auch die Betreuung und der Schutz der heimischen Natur stünden weiterhin im Fokus.

Auch der Bezug zur Historie soll im neuen Namen bewusst erhalten bleiben. Der Verein wird künftig unter dem Namen „NeckarALBVerein“, mit dem Zusatz „Deißlingen“, firmieren. Die neue Vereinssatzung wurde bereits ausgearbeitet und liegt dem Finanzamt zur Prüfung vor; das offizielle Einverständnis der Behörde werde zeitnah erwartet, heißt es.

Außerordentliche Hauptversammlung steht an

Die Umsetzung der Pläne erfolgt in einem strukturierten, zweistufigen Verfahren. Am 2. Juli fand zunächst die Gründungsversammlung statt. Der nächste entscheidende Schritt folgt am 27. Juli mit der außerordentlichen Hauptversammlung. Diese findet im katholischen Gemeindezentrum in Deißlingen statt. Einziger Zweck dieses Treffens ist der offizielle Beschluss über den Austritt aus dem Hauptverein des Schwäbischen Albvereins. Dafür sei eine Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.

Da der Erfolg maßgeblich von einer hohen Wahlbeteiligung abhänge, werde im Vorfeld eine Sammelliste geführt, um eine starke Präsenz zu sichern, heißt es in der Pressemitteilung. Die Verantwortlichen betonen abschließend, dass das gesamte Verfahren absolut transparent und öffentlich ausgeschrieben werde, um volle Klarheit für alle Bürger zu gewährleisten.

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