Austausch in Rottweil: Besuch aus China an Nell-Breuning-Schule – für alle ein Erlebnis

Beim gemeinsamen Abschlussfest präsentieren sich die Gastgeber der Nell-Breuning-Schule ihren Gästen in Dirndl und Lederhose.
SchuleMit einem abwechslungsreichen Programm durften die 24 Schüler und ihre drei Lehrkräfte tief in die schwäbische und deutsche Kultur eintauchen.
Begrüßt wurden die Gäste aus China von Michael Kah, Leiter des Dezernats 1 im Landratsamt Rottweil und Schulleiter Ingo Lütjohann. Kah ging in seinen Grußworten besonders auf die Qualität der beiden Schulsysteme ein, und dass man doch viel voneinander lernen könne. In diesem Sinne wurde den Besuchern ein vielfältiges Programm geboten.
Durch die Teilnahme am deutschen Unterricht und einem kurzen Vortrag von Siegmar Kettner wurde den Gästen das deutsche Schulsystem nähergebracht, dass sich sehr vom chinesischen unterscheidet.
Von Burg Hohenzollern bis Konstanz
Einige deutsche führten die chinesischen Schüler mittels kleiner Präsentationen in die deutsche und schwäbische Kultur ein. Ausflüge auf die Burg Hohenzollern, nach Tübingen und ins badische Ausland nach Konstanz vertieften das Gelernte.
Aber auch die Führung durch die Stadt Rottweil hinterließ Eindruck bei den Gästen und so zieht der ein oder andere „Rottweiler Hund“ als Mitbringsel nach China. Sogar gemeinsam schwäbisch gekocht haben die Schüler: Flädlesuppe und Linsen mit Spätzle und Saiten.
Die Gastfamilien bemühten sich sehr um ihre Gastschüler, am Wochenende organisierten sie Ausflüge zu den Rheinfällen, in den Europapark oder sogar nach Schloss Neuschwanstein. Die Lehrkräfte durften im Schwarzwald an der Seite von Matthias Jauch, dem stellvertretenden Schulleiter der NBS, die deutsche Bierkultur erleben.
Narrenmarsch erklingt
Wer am Montag den Rottweiler Narrenmarsch über der Stadt gehört hat, hat sich nicht getäuscht. Auch Musik gehörte zum kulturellen Austausch und eignete sich besonders gut, Sprachhürden zu überwinden. Und so tauschte man am Abschlussfest im Schulhof noch deutsches und chinesisches Liedgut aus.
Weiter geht es durch Europa
Der Austausch war für beide Seiten gewinnbringend, so die Schule, und der Dank gilt denen, die sich engagiert haben, um diesen Austausch positiv zu gestalten, allen voran Siegmar Kettner, dem Abteilungsleiter Berufliche Gymnasien, der den Großteil der Organisation übernommen hat. Aber auch allen Familien, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis für die chinesischen Gäste gemacht haben. Die Gruppe aus Hangzhou zog dann weiter durch den Westen Europas über Heidelberg, Trier, Luxemburg, Paris, Amsterdam, Brüssel und Köln.