Von Kappelrodeck bis zum Kinzigtal: Grabräuber werden nach langen Ermittlungen und vielen Diebstählen festgenommen

Nach wochenlanger Polizeiarbeit gelang die Festnahme der beiden Verdächtigen.
picture alliance/dpa- Polizei fasst zwei Verdächtige nach zahlreichen Friedhofsdiebstählen im Raum Offenburg.
- Betroffen waren u. a. Seebach, Waldulm und Kappelrodeck – dort 55 Anzeigen.
- Gestohlen wurden metallene Grabschmuckstücke, oft gewaltsam entfernt; Schaden: fünfstellig.
- Hinweise und Fotos führten zu einem verdächtigen Fahrzeug und verdeckten Maßnahmen.
- Spezialkräfte Köln nahmen drei Personen fest, zwei Männer kamen in Haft nach Richterbeschluss.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit Anfang 2026 wurden im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg zahlreiche besonders schwere Fälle des Diebstahls auf Friedhöfen angezeigt. Hierbei entwendeten die zunächst unbekannten Täter werthaltige metallene Gegenstände, insbesondere Grabschmuck wie Kreuze, Statuen und weitere religiöse Gegenstände von einzelnen Grabstätten, so die Polizei.
Die meisten der verübten Taten ereigneten sich im Bereich des Polizeireviers Achern/Oberkirch. Allein auf den Friedhöfen in Seebach, Waldulm und Kappelrodeck wurden 55 Diebstähle angezeigt. Auch im nördlichen Murgtal sowie im Kinzig- und Renchtal verursachten die Täter durch das oft gewaltsame Herausbrechen der Bronzefiguren und Grabkreuze einen Schaden im fünfstelligen Bereich.
Nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung, hauptsächlich durch die Beobachtungen und Fotoaufnahmen von Zeugen, identifizierten die ermittelnden Beamten ein verdächtiges Fahrzeug. Angesichts der Vielzahl der Straftaten richtete die Polizei eine gemeinsame Ermittlungsgruppe von Schutz- und Kriminalpolizei ein.
Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich
In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Baden-Baden wurden verdeckte Maßnahmen bei verschiedenen Tatverdächtigen durchgeführt. Nach wochenlanger akribischer Polizeiarbeit unter Federführung der Staatsanwaltschaft und in enger Abstimmung mit Ermittlern aus Nordrhein-Westfalen standen mehrere Personen im Verdacht, die hiesigen Diebstahlsstraftaten und eine weitere beachtliche Anzahl gleichartiger Delikte in Nordrhein-Westfalen begangen zu haben.
Am Montag nahmen Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Köln drei Personen auf frischer Tat vorläufig fest. Bei der Festnahme konnte umfangreiches Diebesgut aufgefunden und sichergestellt werden. Zwei der Festgenommenen, ein 35-Jähriger und ein 42-Jähriger, beides deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, stehen im dringenden Verdacht, auch für Friedhofsdiebstähle im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg verantwortlich zu sein.
Sie wurden am Dienstagnachmittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht in Baden-Baden vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Haftrichter Haftbefehle gegen die Verdächtigen und setzte diese in Vollzug. Die Männer wurden im Anschluss in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen, in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Polizeidienststellen, dauern an.
