Offenburg
: 24 Krippen weisen auf Weihnacht hin

Ausstellung: Offenburger Gruppe zeigt Objekte in St. Peter und Paul in Obernai / Großes Spektrum
Von
Christine Bohnert-Seidel
Offenburg
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Alfons Quarti (links) und Wilfried Klein zeigen ihren orientalischen Krippenberg in Obernai. Foto: Bohnert-Seidel

Lahrer Zeitung

Die Tradition des Krippenbaus reicht in Offenburg schon mehr als 100 Jahre zurück. Er zählt hier zum Kulturgut. Das Interesse an unterschiedlichen Krippen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Das wirkt bis ins Elsass hinein.

Offenburg/Obernai. Es ist die Leidenschaft für den Krippenbau, der die Mitglieder vereint. Jetzt stellen die Krippenfreunde Offenburg wieder in Obernai aus. Von heute, 1. Dezember, bis Samstag, 5. Januar, werden 24 Exponate unterschiedlicher Stilrichtungen in der Kirche Sankt Peter und Paul zu sehen sein.

Das Spektrum ist groß: orientalische Krippen, Landschaftskrippen, offene Krippen, Kastenkrippen, Wurzelkrippen mit Figuren aus Holz, Keramik sowie auch mal mit handgenähter Bekleidung. Jede Krippe besticht mit feinen Details und zeugt so von einer Herzensliebe für die Darstellung der Weihnachtsszene.

Nächstes Jahr ist die Schau im Ritterhaus

Zu den Exponaten zählt auch ein großer, von Alfons Quarti und Wilfried Klein gefertigter, orientalischer Krippenberg. Er ist 180 Zentimeter breit, einen Meter tief, und sein Hintergrundbild ragt zwei Meter in die Höhe. Gefertigt ist sie aus Styropor gefertigt. Dass sich Quarti dem Krippenbau verschrieben hat, erklärt sich aus der Tradition des Elternhauses und anhand seines Berufs. Er war Zimmermann. Sein Vater habe bereits Krippen gebaut, erzählt er. Seit 28 Jahren ist der heute 78-Jährige ebenfalls leidenschaftlicher Krippenbauer. In Schutterwald hat er bereits die Kindergärten, das Seniorenheim und das Haus des Spastikervereins mit je einer Krippe beschenkt.

Die Auswahl an Krippen für die Kirche von Obernai ist sehr ausgesucht und besticht durch unterschiedliche Darstellungen der Weihnachtsszene. Alle Objekte stammen aus dem Privatbesitz der heimischen Krippenfreunde.

Unter den 24 Bauten wird auch eine Schwarzwaldkrippe von Klaus Pipp aus Friesenheim gezeigt. Diese Krippe habe er eigens für die Ausstellung in Obernai fertiggestellt, verriet er. Viele der Krippen wurden bereits im Museum "Fürstenberger Hof" in Unterharmersbach, im Keramik-Museum in Grenzhausen, in der Kirche St. Martin in Freiburg, im Georg-Schreiber-Haus in Friesenheim sowie in der Stadtkirche in Karlsruhe ausgestellt und bewundert. Im kommenden Jahr wollen die Krippenfreunde ihre Werke fast vor der Haustür zeigen: Dann ist die Ausstellung im Rittermuseum in Offenburg geplant.

Die Krippen-Ausstellung in St. Peter und Paul in Obernai, Rue Chanoine Gyss 1965, ist bis 5. Januar werktags von 10 bis 19, an Wochenenden bis 20 Uhr geöffnet. Am 24. und 31. Dezember ist der Besuch von 10 bis 16 Uhr möglich, am 25. Dezember ist geschlossen. Der Eintritt ist frei.

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