„Es gab keine Panik“
: Besucher und Feuerwehr loben nach Brand in Kehler Disco den Betreiber

In der Kehler Disco brach in der Nacht auf Sonntag ein Feuer aus. Die Evakuierung lief dabei ohne Probleme, lobte David Oster, der Einsatzleiter der Kehler Feuerwehr.
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(st)
Oberndorf
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Das Feuer in der Kehler Discothek „K-CLub“ brach in der Nacht auf Sonntag aus. Um 3.46 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und bemühte sich, den Flächenbrand zu löschen, die Arbeiten dauerten jedoch lange an.

Stadt Kehl

Flammen schlagen aus dem Dach, Hunderte Menschen retten sich ins Freie: Der „K-Club“ im Kehler Gewerbegebiet Sundheim ist in der Nacht auf Sonntag komplett ausgebrannt. Als die Feuerwehr, die um 3.46 Uhr alarmiert wurde, in der Siemensstraße eintraf, stand das Gebäude bereits in Vollbrand.

Laut Angaben des Betreibers befand sich zu dem Zeitpunkt niemand mehr im Gebäude. Offenbar gab es in direktem Zusammenhang mit dem Brand keine Verletzten. Nur drei Menschen ließen sich wegen einer Stressreaktion vom Rettungsdienst behandeln, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Darüber informierte die Pressestelle der Stadtverwaltung.

Der Einsatzleiter der Kehler Feuerwehr, David Oster, lobte den Betreiber: Die rund 750 Besucher der Diskothek seien von den Security-Kräften koordiniert über die drei Straßen abgeleitet worden.

Die Security hat laut Feuerwehr vorbildlich gehandelt

Der Kehler Club, der eine Kapazität von 1500 Gästen hat, ist vor allem für Hip-Hop und Afro-Musik bekannt - über die Stadtgrenzen hinaus. Viele Besucher kommen über den Rhein zum Feiern. Auch in der Brandnacht waren viele Franzosen unter den Besuchern. „Plötzlich hörten wir: Es brennt! Es gab mehrere Durchsagen auf Deutsch, Französisch und Englisch, die zur Evakuierung aufforderten“, berichteten drei junge Besucher der elsässischen Zeitung „Dernières Nouvelles D‘Alsace“.

Auch tagsüber dauerten die Löscharbeiten an.

Foto: Stadt Kehl

Das Personal habe sehr gut reagiert und die Gäste beruhigt: „Die Evakuierung ging sehr schnell, es gab keine Panik oder Gedränge.“ Weitere Augenzeugen berichteten von „Mädchen, deren Haare brannten“.

Den Feuerschein der in Brand geratenen Diskothek sahen die Feuerwehrleute bereits bei ihrer Anfahrt. Löschangriffe waren nur von außen möglich, ins Innere des im Vollbrand stehenden Gebäudes konnten die Einsatzkräfte zunächst nicht vordringen. Im Einsatz waren 80 Feuerwehrmänner und -frauen sowie Polizisten und Rettungsdienst. Die Drehleiter der Feuerwehr Offenburg war zur Unterstützung vor Ort.

Der Schaden dürfte in die Millionen gehen

Ein Abbruchunternehmen begann gegen 10.30 Uhr damit, eine Seitenwand zu öffnen, damit die Feuerwehr Zugang zu den Glutnestern im Gebäudeinneren bekam. Dabei stürzte das Dach in Teilen ein.

Im Einsatz waren die Ausrückbereiche Kernstadt/Neumühl, Goldscheuer/Marlen/Kittersburg und Auenheim/Leutesheim. Neben der Drehleiter aus Offenburg war auch die gemeinsame Führungsgruppe der Feuerwehren Kehl und Willstätt in der Siemensstraße.

Der Einsatz dauerte über mehrere Stunden, bis weit in den Sonntag hinein an. Wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar, er dürfte aber in die Millionen gehen. Erst wenn die Löscharbeiten beendet seien, könnten die Brandermittler der Kripo in das Gebäude, hieß es am Sonntag. Etliche Zeugen seien befragt worden, um die bislang ungeklärte Brandursache zu ermitteln.

Brand in Crans-Montana

Das Feuer in der Kehler Discothek weckt Erinnerungen an die verheerende Brandkatastrophe in der einer Bar in Crans-Montana, einem Skiort in der Schweiz. Bei der Tragödie setzten an Champagnerflaschen befestigte Sprühfontänen die schalldämmenden Schaumstoffplatten an der Decke des Kellers in Brand. 40 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt.

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