Ermittlungen laufen weiter: Kehler Disco-Feuer fordert mehr Verletzte als bisher bekannt

Schweres Gerät war am Brandort im Einsatz.
von DitfurthDie Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dem Feuer in der Kehler Diskothek K-Club am vergangenen Wochenende sind weiterhin in vollem Gange. Dabei zählen die Beamten weiterhin auf Hinweise der 750 Besucher, vor allem auch aus Frankreich.
Personen stehen nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft aktuell nicht im Fokus der Ermittler. Zeugen hätten berichtet, dass Mitarbeiter nach Ausbruch des Feuers per Durchsagen in drei Sprachen zur Räumung der Disco aufgefordert hätten. Die Evakuierung sei rasch über die sechs (Not-)Ausgänge erfolgt. Wie zudem bekannt wurde, hatte der Sicherheitsdienst offenbar noch versucht, den Brand mit Feuerlöschern einzudämmen, wofür es jedoch bereits zu spät war.
Ermittler überprüften Krankenhäuser
Noch während am Sonntag die Löscharbeiten liefen, überprüften die Ermittler, ob sich eventuell Verletzte zur Behandlung in Straßburger Kliniken begeben haben – ohne Ergebnis. Mittlerweile sind aber neben den drei noch vor Ort behandelten, unter Schock stehenden Disco-Gästen zwei weitere Geschädigte bekannt geworden, heißt es von Polizei und Staatsanwaltschaft. Demnach musste eine Frau in einem Krankenhaus im Elsass stationär aufgenommen werden.
Kriminaltechniker nehmen Arbeit auf
Im Laufe der nächsten Woche soll die angeordnete Begutachtung der Brandruine beginnen. Neben einem Sachverständigen sind dabei auch Kriminaltechniker im Einsatz. Sie sollen die Brandursache finden.
Wurden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten?
Bei den weiteren Ermittlungen soll auch geklärt werden, ob alle vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Wie unsere Redaktion bereits am Dienstag exklusiv berichtete, war eine sogenannte Brandverhütungsschau durch die Stadt Kehl im K-Club seit vier Jahren überfällig.
Hinweisportal ist weiter geöffnet
Die Ermittler der Kriminalpolizei sind weiterhin auf der Suche nach Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag in der Diskothek waren. Alle Gäste aus Deutschland und Frankreich, die Hinweise zu dem Geschehen geben können, insbesondere auch wichtige originale Videoaufnahmen gemacht haben, werden gebeten, das mehrsprachige Hinweisportal der Polizei, zu erreichen unter bw.hinweisportal.de, zu nutzen.