Black Forest Volleys Offenburg
: Der VCO will mit neuem Namen in die erste Bundesliga

In der neuen Saison geht der VC Offenburg wieder in der zweiten Liga an den Start. Mit dem neuen Namen „Black Forest Volleys Offenburg“ will man neue Partner ansprechen
Von
Felix Paschke
Offenburg
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VCO-Präsident Fritz Scheuer und Lia Bondar, Kapitänin der Damen 1, Lia Bondar tragen das neue Design

VC Offenburg/Pascal Bähr

Gleich zweimal weht im September in der Offenburger Nord-West-Halle ein Hauch von Bundesliga-Wind. Zum 40-jährigen Bestehen des VC Offenburg treffen am Mittwoch, 17. September, um 19 Uhr treffen die Bundesliga-Volleyballerinnen des Allianz MTV Stuttgart auf den VC Wiesbaden, genau eine Woche später treffen die beiden Männer-Erstligisten FT 1844 Freiburg und VfB Friedrichshafen in einem Freundschaftsspiel aufeinander.

Es sind zwei Spiele mit Symbolcharakter für den Gastgeber VC Offenburg, der am Wochenende eine wichtige strategische Entscheidung bekannt gegeben hat. Die erste Damenmannschaft, die seit dem freiwilligen Rückzug 2019 in der dritten Liga – und ein Jahr Regionalliga – spielte und nun wieder aufgestiegen ist, geht künftig als „Black Forest Volleys Offenburg“ in der zweiten Liga an den Start.

Dafür wurde eigenes ein neues Logo – mit Bollenhut – kreiert, ein neuer Instagram-Kanal wurde bereits ins Leben gerufen. „Es lag nahe, dass wir uns in diese Richtung bewegen, weil wir nicht nur in Offenburg ein enorm starkes Netzwerk haben. Es gibt die Black Forest Power Region“, wird VCO-Präsident Fritz Scheuer in einer Mitteilung zitiert. „Wir wissen alle, dass Sport verbindet und einen echten Mehrwert für Region und Gesellschaft schafft.“ Dabei wolle man die „gesamte Region im Boot haben“.

Anspruch, die Region zu repräsentieren

Mit der neuen Marke geht eine Vision einher, die sowohl sportlich als auch gesellschaftliche Ziele verfolgt. Man habe als Verein den Anspruch, „die Rheinebene mit seinen angrenzenden Schwarzwaldtälern mit einem starken, professionellen Auftritt zu repräsentieren“, heißt es in der Mitteilung.

In einer neuen Halle?

Sportlich soll das zukünftig auf der ganz großen Bühne – der Volleyball-Bundesliga – geschehen. Die Black Forest Volleys Offenburg wollen in der Zukunft ein Erstliga-Vakuum in der Region füllen. „Wir denken, dass es an der Zeit ist, zwischen Karlsruhe und Freiburg allen Sportbegeisterten einen Erstligisten zu bieten“, sagt Scheuer.

„Wir haben vor zehn Jahren schon vieles richtig und auch richtig gut gemacht. Daran wollen wir anknüpfen und den Fans wieder ein sportliches Highlight am Samstagabend bieten, das mit der entsprechenden Unterstützung aus der Region in die erste Bundesliga und in eine neue Eventsporthalle führen soll“, ergänzt die Teammanagerin Richarda Roth.

Dabei soll auch der neue Name helfen. Denn klar ist: Der Sprung in die erste Liga ist groß – auch und vor allem finanziell. 2019 waren die Finanzen ein Grund für den Rückzug (siehe Info) aus der zweiten Liga. Durch den Namen Black Forest Volleys Offenburg erhofft man sich Unterstützung aus der gesamten „Region, die sich vom Kinzigtal über das Renchtal, Achern, Kehl bis nach Rust erstreckt“.

Ein Blick in die Vergangenheit

Sportlich war der VC Offenburg in der zweiten Liga lange das Maß aller Dinge. 2015/16, 2017/18 und 2018/2019 wurden die Ortenauerinnen Meister, verzichteten aber auf den Aufstieg. Stattdessen folgte im Jahr 2019 der Rückzug aus der zweiten Liga. Die Gründe dafür war nicht nur, aber auch finanzieller Natur. Man habe sich schwer getan, neue Partner zu gewinnen, um die Etaterhöhung stemmen zu können, hieß es damals. Zudem sei der Aufwand durch den Spielbetrieb hoch gewesen. Doch schon damals sagte Fritz Scheuer: „Ein Schritt zurück ist vielleicht auch ein Schritt nach vorne. Die zweite Liga kann man durchaus wieder erreichen.“

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