Wegen heftigem Unwetter
: Feuerwehr rückte in Offenburg am Wochenende rund 100 Mal aus

Das Unwetter am Freitagnachmittag hat in Teilen Offenburgs für Verwüstung gesorgt. 40 Keller liefen voll, zahlreiche Bäume stürzten um.
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(red/ma)
Offenburg
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Mehrere Fahrzeuge wurden während des Unwetters am Freitag in Offenburg von umstürzenden Bäumen oder abbrechenden Ästen beschädigt.

Einsatz-Report 24

Das Unwetter mit Starkregen, schwerem Sturm und Gewitter überquerte am Freitag Teile des Ortenaukreises. Gegen 17 Uhr traf das Gewitter Offenburg mit Schwerpunkt über der Nord- und Nordoststadt. Heftige Niederschläge und Sturmböen sorgten für Verwüstung. Die Feuerwehr war ab 17.10 Uhr zu einer Vielzahl von technischen Hilfeleistungen und Sicherungsmaßnahmen alarmiert worden, teilte die Offenburger Wehr am Samstagnachmittag mit. Bäume waren entwurzelt oder umgeknickt worden, die Kanalisation konnte an manchen Stellen die Wassermassen nicht verarbeiten und überflutete die Straße.

In der Nordoststadt zerstörten herabfallende Äste die Photovoltaikanlage eines Unternehmens, die Hauptzufahrtsstraße zum Ortenau-Klinikum am Ebertplatz war durch herabstürzende Äste kurzzeitig unterbrochen.

Sturm beschädigt mehrere Hausdächer

Zudem beschädigte der Sturm mehrere Hausdächer wie das Dach eines Baumaschinenverleih in der Nordstadt. In der Prinz-Eugen-Straße wurde ein geparkter Kleinwagen von einem abgerissenen Ast zerstört. Mehrere Fahrzeuge wurden im Stadtgebiet durch herabfallende Baumteile beschädigt – in einigen Fällen kam es so zum wirtschaftlichen Totalschaden.

Die Feuerwehr wurde in mehr als 40 Fällen bei eingedrungenem Wasser in Kellern und tiefliegenden Wohnungen tätig. Durch die Behinderungen der Durchgangsstraßen kam es am Freitagnachmittag zu erhebliche Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr. Die Sperrung verschiedener Straßenzüge traf dabei bei nicht allen Verkehrsteilnehmern auf Verständnis. „Zum Teil wurden die Sperren in gefährlicher Weise umfahren“, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr.

Straßen standen in Offenburg teilweise unter Wasser.

Foto: Einsatz-Report 24

Die Wehrleute waren am Freitag bis spät in die Nacht und noch am Samstag mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Tatkräftig unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei von Mitarbeitern der Technischen Betriebe Offenburg, die mit ausgebildeten Forstarbeitern, schwerem Forstgerät und Absperrmaterial die Arbeiten flankierten. Insgesamt waren bis Samstagmittag mehr als 130 Einsatzkräfte und in der Akutphase alle Einsatzabteilungen der Offenburger Feuerwehr in knapp 100 Einsätzen eingebunden.

„Während der laufenden Einsatzmaßnahmen waren glücklicherweise keine verletzten Personen zu beklagen“, schreibt die Offenburger Feuerwehr in ihrer Mitteilung. Im Nachgang des Unwetters erhielt die Wehr am Samstagvormittag jedoch Informationen über zwei sturmbedingt betroffene Jugendliche. Die waren zuhause durch splitterndes Fensterglas leicht verletzt, jedoch durch Angehörige zur ambulanten Versorgung in die Notfallpraxis des Klinikums gebracht worden.

Info – Schadenhöhe ist unklar

„Über den Gesamtschaden, den das Naturereignis angerichtet hat, kann zum derzeitigen Stand nur spekuliert werden“, schreibt die Offenburger Feuerwehr in ihrer Mitteilung vom Samstagnachmittag. Andere Quellen schätzen den Schaden des Unwetters an Wohn- und Firmengebäuden sowie an von umstürzenden Bäumen beschädigten Fahrzeugen auf einen Betrag in Millionenhöhe.

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