Erhöhte Waldbrandgefahr
: Das müssen Ortenauer beim Waldspaziergang jetzt beachten

Der ausbleibende Regen sorgt derzeit für eine erhöhte Warnstufe im Land. In der Ortenau besteht laut Kreisbrandmeister Bernhard Frei jedoch kein verstärkter Anlass zur Sorge – allerdings mahnt er die Bürger beim Waldspaziergang zur Vorsicht.
Von
Marco Armbruster
Offenburg
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Zwar herrscht Frühling im Ortenauer Wald – wie im vergangenen Jahr hier mit dem Blick ins Kinzigtal – fehlender Niederschlag in den zurückliegenden Wochen sorgt gleichzeitig jedoch für eine erhöhte Waldbrandgefahr.

Armbruster

Die Bäume sprießen, die Blumen blühen, die Sonne scheint – der Frühling hat den Südwesten trotz Kälteeinbruch fest im Griff.

Das schöne Wetter geht jedoch auch mit ausbleibenden Niederschlägen einher und das hat Konsequenzen: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) herrscht in Baden-Württemberg eine mittlere bis hohe Waldbrandgefahr (Stufe drei und vier von fünf).

Ein Blick in den sogenannten Waldbrandgefahrenindex des DWD zeigt am Montag, dass auch für die gesamte Ortenau Warnstufe drei gilt – für den äußersten Rand rund um Wolfach gar Stufe vier (hohe Gefahr).

Sonnenschein und Wind trocknen Boden aus

Kreisbrandmeister Bernhard Frei zeigte sich im Gespräch mit unserer Redaktion zuversichtlich: „Wir gehen von keiner erheblichen Gefahr aus“, erklärte er am Montag nach Rücksprache mit dem Amt für Waldwirtschaft im Landratsamt. Dass Trockenheit bereits im Frühjahr im Wald auftritt, „kommt immer mal wieder vor“.

Der Boden sei in der Tiefe noch feucht, die oberen Schichten allerdings ausgetrocknet. „Wir hatten länger keinen Regen, gleichzeitig aber Wind und Sonnenschein“, so Frei – das entziehe oberen Bodenschichten die Feuchtigkeit. Noch bestehe aber kein Grund zu verstärkter Sorge.

Zudem seien die Feuerwehren auf Waldbrände sehr gut vorbereitet und auf dem „neuesten Stand der Technik“. Größere Waldbrände, wie man sie aus anderen Regionen Deutschlands oder der Welt kennt, seien in der Ortenau unwahrscheinlich.

Zwischen März und Oktober gilt Rauchverbot im Wald

Er selbst sei als Kreisbrandmeister im regelmäßigen Austausch mit dem Amt für Waldwirtschaft. Denn die Waldbrandgefahr rücke im Zuge des Klimawandels zunehmend in den Fokus des Katastrophenschutzes. Auch mit den Waldbesitzern in der Ortenau seien die Behörden deswegen in engem Kontakt. Denn durch eine klimaangepasste Bewirtschaftung könne man den Wasserhaushalt im Ökosystem positiv beeinflussen – und die Waldbrandgefahr so senken.

In diesem Frühling seien ihm auch noch keine Waldbrände bekannt geworden, berichtete der Kreisbrandmeister weiter. Seine Kollegen seien womöglich zu ein, zwei sogenannten Nutzfeuern alarmiert worden.

Der Kreisbrandmeister nimmt die Ortenauer trotz der relativ entspannten Lage in die Pflicht: „Die Bürger müssen sich an die Spielregeln halten“, betonte Frei im Gespräch. Spaziergänger sollten sich mit „einem gewissen Augenmaß“ im Wald bewegen und sich an Hinweistafeln halten. So gelte etwa zwischen März und Oktober absolutes Rauchverbot im Wald.

Land weist auf Verhaltensregeln im Wald hin

Das Land weißt im Zusammenhang mit der vergangenes Jahr gestarteten Plattform Integriertes Waldbrandmanagement auf einige Verhaltensregeln für Waldbesucher hin. So ist das Grillen nur an offiziellen Feuerstellen erlaubt, sofern diese freigegeben sind. Zu beachten ist in dem Zusammenhang jedoch, dass der Ortenaukreis in den vergangenen Jahren immer wieder Grillstellen wegen hoher Waldbrandgefahr per Allgemeinverfügung sperren hat lassen. Darüber hinaus bittet das Land die Bürger, die Feuerwehr per Notruf über unerlaubte Feuerstellen zu informieren, wenn diese brennen oder noch warm sind. Der Notruf ist kostenlos, auch wenn die Feuerwehr nicht mehr tätig werden muss. Kleinere Feuer sollten Bürger nach Möglichkeit jedoch auch selbst löschen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Zudem solle man auf Wanderparkplätzen im Wald genug Platz lassen, damit Feuerwehrautos durchfahren können. Vorsicht gilt generell beim Parken von Autos: Heiße Fahrzeugteile können trockene Wiesen schnell entzünden.

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