Wirtschaft in Sulz
: Königsbrezel ist die große Spezialität

Seit 15 Jahren ist Café Bäcker Mayer am Sulzer Marktplatz feste Größe. Für Stadt und HGV Anlass zu einem Besuch.
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(red/pm)
Sulz
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Café Bäcker Mayer ist seit 15 Jahren in Sulz. Von links: Hartmut Walter, Gislinde Sachsenmaier, Bürgermeister Jens Keucher, Günter Mayer und Alexandra Petermann.

Café Bäcker Mayer ist seit 15 Jahren in Sulz. Von links: Hartmut Walter, Gislinde Sachsenmaier, Bürgermeister Jens Keucher, Günter Mayer und Alexandra Petermann.

Stadt Sulz
  • Café Bäcker Mayer ist seit 15 Jahren am Sulzer Marktplatz und verzeichnet Umsatzzuwachs.
  • Bürgermeister, Hauptamtsleiter und HGV besuchten die Filiale, die einst ein Kleidungsgeschäft war.
  • Spezialität Königsbrezel: mit Butter, maximal zwei Stunden alt, hohe Frische auch bei Weckle.
  • Mayer kauft keine Backwaren zu, Zutaten wie Wurst und Erdbeeren kommen aus der Region.
  • 43 Filialen und 700 Mitarbeitende insgesamt – zwölf davon arbeiten in Sulz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit 15 Jahren befindet sich Café Bäcker Mayer am Sulzer Marktplatz – für Bürgermeister Jens Keucher, Hauptamtsleiter Hartmut Walter und HGV-Vorsitzende Gislinde Sachsenmaier ein Anlass zu einem Besuch.

In dem Gebäude befand sich früher das Kleidungsgeschäft Dejon. Heute sind hier die Bäckerei und daneben der Buchladen drin. Geschäftsführer Günter Mayer hat es nicht bereut, nach Sulz gekommen zu sein. „Wir haben einen Umsatzzuwachs“, erklärt er. Die Lage ist gut. Der Fahrradverkehr wird durch die Innenstadt geleitet, und so mancher Radfahrer macht dann auch am Marktplatz eine Pause. „Davon profitieren wir“, sagt Mayer – doch auch davon, dass es im Sulzer Stadtzentrum keinen Bäcker mehr gebe.

Bevor er die Filiale eröffnete, musste im Gebäude noch einiges umgebaut werden, um das Café mit dem Laden einzurichten. „Wir haben unseren Standard“, betont Mayer. Das gilt aber auch für die Backwaren. Im Gespräch mit den Besuchern von der Stadt und dem HGV verrät Mayer das Geheimnis, das hinter der „Königsbrezel“, der Spezialität seines Hauses, steckt.

Frische zählt

Eine seiner drei Töchter, erzählt er, sei zur Brezelkönigin in Baden-Württemberg erkoren worden. Da lag es nahe, auch eine Königsbrezel zu kreieren. Das Besondere daran ist: Sie wird mit Butter hergestellt, darf beim Verkauf nicht älter als zwei Stunden sein. Auf Frische legt die Bäckerei Mayer überhaupt großen Wert. Das gilt genauso für die Mayer-Weckle, die ausschließlich im Laden gebacken werden. Backwaren werden übrigens nicht dazugekauft: „Wir machen alles selber, sogar den Berliner“, versichert der Bäcker- und Konditormeister. Was sonst noch benötigt wird – Wurst oder beispielsweise Erdbeeren – kommt aus der Region.

Was Gislinde Sachsenmaier aufgefallen ist: „Der Personalbestand ist hier konstant.“ Alexandra Petermann, die an diesem Tag hinter der Theke steht, gehört beispielsweise seit 15 Jahren zum Team in Sulz. Mayer kann generell nicht über Personalmangel in seinen Geschäften klagen. „Wer bei uns arbeitet, soll nicht wegen schlechter Bezahlung gehen. Zufriedene Käuferinnen sind unersetzbar. Wenn das Team nicht harmoniert, merken wir das am Umsatz“, sagt der Senior-Geschäftsführer. Die große Mitarbeiterzahl wird aber auch benötigt. Die Läden sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Die Corona-Zeit sei zwar schwierig gewesen, räumt Mayer ein. Deswegen sei jedoch keine Filiale geschlossen worden.

Eine Frage bewegt Bürgermeister Keucher besonders: „Warum findet man in den Bäckereien kaum noch eine Schneckennudel aus Hefeteig?“ Mayer erklärte dies mit der Produktion, dass bevorzugt Blätterteig verwendet wird. Nichtsdestoweniger hätte Keucher gern ein Schneckennudel wie früher. Eine „Sulzer Schnecke“ könnte ein Alleinstellungsmerkmal sein, meint er. Mayer würde allerdings einen anderen Namen bevorzugen: „Die würde dann nicht Sulzer, sondern Bürgermeister Schnecke heißen“.

Das Unternehmen

Die Café Bäcker Mayer GmbH & Co. KG ist ein traditionelles Familienunternehmen, das vor 261 Jahren in Metzingen, Kreis Reutlingen, gegründet wurde. Seit 1989 hat das Unternehmen seinen Sitz in Kohlberg, nur wenige Kilometer von Metzingen entfernt. Inzwischen musste zweimal angebaut werden, „der dritte Anbau läuft gerade“. Mayer hat heute 43 Filialen und beschäftigt, einschließlich Aushilfen, 700 Mitarbeiter, davon zwölf in Sulz.

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