Unternehmen in Schiltach
: Kleine Sensoren als große Hilfe bei Niedrigwasser

Staatssekretär Andre Baumann informierte sich bei Vega über Sensoren fürs Niedrigwassermanagement.
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(red/pm)
Oberndorf
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Geschäftsführer Günter Kech (Zweiter von links) sowie die Produktmanager Jürgen Skowaisa (von links), Clemens Hengstler und Ralf Höll informieren Staatssekretär Andre Baumann über die vielen Einsatzmöglichkeiten der Sensoren.

Vega

Auch wenn es die vergangenen Wochen nicht immer den Anschein gemacht hat: Die Sommer im Land werden trockener, die Flüsse führen zeitweise beängstigend wenig Wasser. Bei einem Besuch hat sich Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium, über die Messtechnik von Vega informiert – und darüber, wie die Sensoren das Niedrigwassermanagement verbessern könnten.

„Ich bin beeindruckt“ – ein Satz, den Andre Baumann (Grüne) während seines Besuchs nicht nur einmal gesagt hat. Der Staatssekretär im Umweltministerium Stuttgart war bei einer Messe auf den Messtechnikhersteller aufmerksam geworden und wollte sich mit Axel Kern, Referatsleiter für Ressourceneffizienz, Green Tech und Bioökonomie, über die Sensoren für Füllstand und Druck informieren. Geschäftsführer Günter Kech sowie die Produktmanager Jürgen Skowaisa, Ralf Höll und Clemens Hengstler gaben einen Überblick über die Messgeräte, die weltweit im Einsatz sind.

Für kommunale Aufgaben

Besonderes Augenmerk lag auf den autarken Radarsensoren, die auch für viele kommunalen Aufgaben geeignet sind. „Sie sind batteriebetrieben, leicht zu installieren und senden über Funk Messdaten“, erklärte Hengstler. Er hatte konkrete Anwendungsbeispiele: So sind die Radarsensoren in Streugutbehältern, Kanalnetzen und Straßengullys zur Regenwasserableitung zu finden. „Statt die Gullys nach einem starren Rhythmus zu reinigen, können die Verantwortlichen das zielgerichtet machen, wenn es nötig ist“, verdeutlichte Hengstler. Gleiches gelte für Streugutbehälter im Winter – die Füllstandmessung zeige, wann ein Auffüllen nötig ist.

Radarsensoren könnten beim Niedrigwassermanagement ebenfalls eine Rolle spielen. Denn: „Wir wollen wissen, wie es in unseren Gewässern aussieht“, sagte Baumann. Dafür sei eine gute Datenlage erforderlich. „Das Messnetz für das Monitoring der Oberflächengewässer und des Grundwassers muss ausgebaut werden“, heißt es in der Wassermangelstrategie des Umweltministeriums.

Vor Vandalismus geschützt

Radarsensoren bieten eine mögliche Lösung: „Sie lassen sich unter Brücken installieren, sind so vor Vandalismus geschützt und benötigen, anders als feste Pegelstationen, keine teure Infrastruktur“, führte Jürgen Skowaisa aus. Dadurch ließe sich die Zahl der Messstellen deutlich erhöhen, die Datenkonsistenz verbessern und die negativen Auswirkungen, sollte eine Messstelle einmal ausfallen, erheblich senken.

Die Experten bei Vega gaben dem Politiker Hausaufgaben mit auf den Weg: So sei die Software-Infrastruktur der Behörden oft veraltet, eine einfache Übertragung der Messwerte in manchen Fällen nicht möglich. „Das Thema nehme ich mit“, signalisierte Baumann. Den Wunsch nach weniger Bürokratie konnte er nachvollziehen. Er hob die Bedeutung von Unternehmen wie Vega hervor: „Wir haben starke Green-Tech-Unternehmen, die zur Stärke und zum Wohlstand beitragen – und die die Welt jeden Tag ein Stückchen besser machen“ und sicherte die Unterstützung der Politik zu.

Das Unternehmen

Die Vega Grieshaber KG
entwickelt seit 1959 Füllstand- und Druckmesstechnik. Als Weltmarktführer im Bereich Radar treibt das Unternehmen neue Technologien voran und forscht an Sensoren für unterschiedliche Bereiche wie die Trinkwasserversorgung, die Energieerzeugung oder die Pharmaindustrie. Weltweit beschäftigt Vega mehr als 2400 Mitarbeiter – rund 1200 davon in Schiltach. Vega ist mit Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern in mehr als 80 Ländern am Markt.

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