Sulz a. N.
: Umzug in neue Räume zahlt sich aus

Inhaber von audio kom und Fussfit mit ihrem jetzigen Standort zufrieden / Buchhandlung Jacob gründet Verlag
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Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Aydin Kütük hat den Umzug seines Geschäfts audio kom in die Bahnhofstraße nicht bereut.

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Von Marzell Steinmetz

Sulz. Parkplätze direkt vor der Haustür: Für Aydin Kütük war das ein entscheidender Faktor, mit seinem Geschäft audio kom von der Oberen Hauptstraße in die Bahnhofstraße zu ziehen.

Bürgermeister Gerd Hieber, Wirtschaftsförderer Hartmut Walter sowie HGV-Vorsitzende Gislinde Sachsenmaier und ihre Stellvertreterin Birgit Stiehle starteten gestern in der Bahnhofstraße ihren Rundgang. Drei Innenstadtgeschäfte standen auf dem Besuchsprogramm.

Für Kütük hat sich, wie er den Besuchern versicherte, der Umzug in eigene Räume gelohnt. Umsatzeinbrüche habe es dadurch nicht gegeben. In der Bahnhofstraße merkt er: "Die Leute schauen ganz gezielt rein." Richtung Bahnhof sind viele Jugendliche unterwegs – Laufkundschaft für das Geschäft. "Mit dem Standort Sulz bin ich zufrieden", sagte der Geschäftsführer, dessen Unternehmen seinen Hauptsitz in Horb hat. Wenn sich die Geschäfte in Sulz noch stärker konzentrierten, hätte man hier aber eine bessere Kaufkraft als in Horb, glaubt er.

Kütük beschäftigt in seinen Sulzer Laden einen Mitarbeiter, ab September erhält dieser Verstärkung durch eine Auszubildende. Gislinde Sachsenmaier beglückwünschte den Inhaber zur Neueröffnung in der Bahnhofstraße.

Nach der Schlecker-Insolvenz hat sich die Firma "Fussfit" in den leer gewordenen Geschäftsräumen an der Freudenstädter Straße 1 eingerichtet. "Schön ist es geworden", staunte Birgit Stiehle. Tanja Roehse ist mit ihrem Geschäft ebenfalls von der Oberen Hauptstraße umgezogen. Dort ist es ihr zu klein geworden, und es fehlte die Laufkundschaft. Zusammen mit Yvonne Dieterle führt sie den neuen Laden im ehemaligen Schlecker-Gebäude.

"Wir sind Nageldesignerinnen und medizinische Fußpflegerinnen", beschrieben die Inhaberinnen ihre Berufsbezeichnung. Wimpernverlängerung kommt da als weiteres Tätigkeitsfeld dazu. Die Kunden seien zwischen 13 und 78 Jahre alt.

Der Eigentümer hat das Haus mit Fördermitteln aus dem Programm Soziale Stadt (SSP) saniert und damit auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Das wirkt sich positiv auf die Heizkosten aus, die in Tanja Roehses altem Geschäft im Winter erschreckend hoch waren.

Sanierungsbedarf gibt es noch manchen in der Stadt. Auf dem Weg zur Buchhandlung Jacob am Marktplatz spazierten Hieber und Walter an Häuser vorbei, die dringend modernisiert werden müssten. Eigentümer können dafür Zuschüsse beantragen. Das SSP-Förderprogramm laufe aber irgendwann aus, so Hieber.

In der Buchhandlung galt das Interesse der Besucher dem neu gegründeten Verlag "landauf.landab" mit Christine Jacob als Geschäftsführerin. Hier ist unter anderem auch die "edizio: käpsele" angesiedelt. Buchhandlungen lebten inzwischen nicht mehr nur von Büchern, sagte Michael Jacob, der zusammen mit einem Kollegen eine neue Geschäftsidee mit "Kruscht" oder, modern ausgedrückt, "non books", entwickelte. Ihr Anspruch war dabei, etwas "Witziges" im Dialekt zu kreieren. Das fand dann seinen Niederschlag auf Grußkarten, T-Shirts, Autoaufklebern, Kaffeetassen oder Einkaufstaschen mit humorvollen schwäbischen Sprüchen. Der Geschäftsbereich ist sehr erfolgreich und wird jetzt auf den badischen Dialekt ausgedehnt. Auch andere Bundesländer haben die Jacobs im Blick. "Es ist keine Schande mehr, Dialekt zu sprechen", meinte Michael Jacob, der schon wieder, speziell für die Handels- und Gewerbevereine, einen neuen Spruch parat hat. Und dieser lautet: "Käpsele kaufen im Flecken."

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