Sulz a. N.
: Gscheidle tritt nach zehn Jahren ab

DLRG: Joachim Groß leitet kommissarisch die Ortsgruppe / In der Jugendarbeit will er "Gas geben"
Von
Petra Haubold
Oberndorf
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Michael Lehrer von der Stadt Sulz (links) und Dornhans Bürgermeister Markus Huber (rechts) gratulieren dem neugewählten Vorsitzenden Joachim Groß (zweiter von links). Uwe Gscheidle verabschiedet sich als Vereinschef, bleibt aber weiterhin als Beisitzer im Team. Grußworte spicht Andreas Göllinger vom DLRG-Bezirk Neckar Donau aus Schramberg (Mitte). Foto: Haubold

Schwarzwälder-Bote

Der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Dornhan-Sulz, Uwe Gscheidle, hat nach gut einem Jahrzehnt die Verantwortung abgegeben. Nachfolger ist Joachim Groß.

Dornhan-Leinstetten. "Mit einem lachenden und einem weinenden Auge" gebe er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen ab, erklärte Uwe Gscheidle bei der gut besuchten Hauptversammlung in der "Schlossbrücke" in Leinstetten. Zuvor untermauerte er in einem kurzen Tätigkeitsbericht die Leistungskraft der derzeit 128 Mitglieder zählenden Gruppe. Bei Schwimmkursen, der Aufsicht im Bettenhauser Glatttalfreibad und im Lehrschwimmbecken in Dornhan sowie bei öffentlichen Veranstaltungen war die DLRG-Ortsgruppe Sulz-Dornhan im vergangenen Jahr im Einsatz. Über 1500 Trainingsstunden hatten die Aktiven geleistet, davon 1120 Stunden bei Kursen im Lehrschwimmbecken in Dornhan und 408 Trainingsstunden im Glatttalfreibad. Zudem hat die Ortsgruppe 1130 Stunden in Aus- und Fortbildung investiert und 372 Wachstunden abgehalten.

"Da sieht man, dass Motivation dahintersteckt", dankte der technische Leiter, Walter Schumacher, den Rettungsschwimmern. Auch beim Rettungsschwimmerabzeichen waren die Mitglieder aktiv: Dreimal Bronze, viermal Silber und einmal Gold zählten zur erfolgreichen Bilanz.

Auch für dieses Jahr lege man den Schwerpunkt auf die Ausbildung, "damit wir mit einer schlagkräftigen Einsatzgruppe für den Ernstfall gut gerüstet sind", erklärte Schumacher. Die Ortsgruppe sei zwar gut aufgestellt, jedoch das weitere Wachstum liege ihm am Herzen.

Andrea di Caprio, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, berichtete über die Ereignisse, Einsätze und Veranstaltungen im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick auf 2017. Ein neuer Flyer wird ausgearbeitet, Ausflüge und ein Grillfest finden wieder statt. Jugendleiter Ronny di Caprio freute sich, dass 14 Teilnehmer beim 24-Stunden-Schwimmen im Freudenstädter Panoramabad über 51 000 Meter im Wasser zurückgelegt haben, dass die Kinderspaßbadetage in Kooperation mit dem Förderverein Glatttalfreibad gut angenommen wurden und die Renovierung des DLRG-Raums weit fortgeschritten ist. 23 Teilnehmer würden in zwei Schwimmkursen betreut, hier gebe es sogar Wartelisten.

Finanzchef Rolf Urgien berichtete von einer soliden Finanzlage. Einstimmig wurde der Haushaltsplan für 2017 mit rund 8600 Euro verabschiedet.

Von einem "Ehrenamt par excellence" sprach Dornhans Bürgermeister Markus Huber. Er unterstrich die Zusammenarbeit von "Feuerwehr, DRK und DLRG, der drei wichtigen Bausteine im Rettungswesen". Über die Suche nach einer Fachkraft für das Glatttalfreibad und die Prüfung, ob im Freibad W-LAN eingerichtet werden kann, informierte Huber die Mitglieder.

Die kommissarischen Wahlen für ein Jahr brachten nicht nur den neuen Vorsitzenden. Vielmehr gab Andrea di Caprio ihr Amt an Laura Gutermann weiter. Und für Jugendleiter Ronny di Caprio wurde Luisa Dominke auserkoren. DRK-Bereitschaftsleiterin Christa Bausch dankte dem scheidenden Vorsitzenden "für eine gute Zeit". Michael Lehrer, Kämmerer der Stadt Sulz, schloss sich den Glückwünschen an.

Das Wissen und die Tatkraft Uwe Gscheidles sicherten sich die Mitglieder bei einer flugs anberaumten Wahl am Ende der Tagesordnung: Als Beisitzer bleibt der langjährige Vereinschef der Ortsgruppe also erhalten. Vom Verband hatte Andreas Göllinger Grußworte und ein Präsent parat.

Der neue Vorsitzender Joachim Groß aus Leinstetten, der seit einigen Jahren das Kindertraining leitet, stellte sich vor. "Die DLRG-Gruppe ist im Aufwind, da möchte ich auch Gas geben, gerade in der Jugendarbeit", nannte er sein Ziel.

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