Sulz a. N.
: Abschied nach elf segensreichen Jahren

Mühlheimer und Renfrizhauser sagen dem Pfarrerehepaar Hofius mit vielen Lobesworten Lebewohl
Von
Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Christoph Hofius und Christina Jeremias Hofius haben im Mühlbachtal viel bewirkt. Foto: Sikeler

Schwarzwälder-Bote

Von Jens Sikeler

Sulz-Renfrizhausen. Die Mühlheimer und Renfrizhauser verabschiedeten das Pfarrerehepaar Christina Jeremia-Hofius und Christoph Hofius. Zweieinhalb Stunden sagten die Redner in der voll besetzten Mühlbachhalle mit teils sehr persönlichen Worten Lebewohl.

Und auch das Pfarrerehepaar war sichtlich gerührt. "So schwer ist es mir noch nie gefallen, einen Segen zu sprechen", sagte Pfarrer Hofius am Ende des Gottesdienstes. Die Abschiedsrede von Christina Jeremias-Hofius drehte sich um die zwei Begriffe Hilfsbereitschaft und Offenheit. Beides hätten sie in den Gemeinden vorgefunden. Sie vergaß aber auch nicht, sich bei ihrem "obersten Dienstherrn" zu bedanken: Vieles sei durch den Segen Gottes möglich geworden. Den Reigen der Abschiedsreden eröffnete Dekan Claus-Dieter Stoll. "Sie haben etwas daraus gemacht", fasste er die vergangenen elf Jahre des Pfarrerehepaars im Mühlbachtal zusammen. Sie hätten sich mit ihren Persönlichkeiten voll und ganz engagiert.

"Sie können vieles außer schwäbisch", sagte Kirchengemeinderat Dietmar Kuscha. Mit dem Ehepaar Hofius habe die Kirchengemeinde für die vielfältigen Aufgaben die richtigen Partner gefunden. Die Beiden seien sehr direkt auf die Menschen zugegangen. Ausgesprochen gut haben Kuscha die Gottesdienste gefallen. Sein Kollege im Kirchengemeinderat, Roland Frommer, sprach von "elf segensreichen Jahren".

Als "Mann und Frau mit einer eigenen Meinung" hat der Mühlheimer Ortsvorsteher Axel Zirner das Ehepaar kennengelernt. "Wir konnten es gut miteinander", stellte Zirner der Zusammenarbeit ein gutes Zeugnis aus. Burkhard Pyroth, sein Amtskollege aus Renfrizhausen, bezeichnete das Pfarrerehepaar als "fleißige Arbeiter im Weinberg des Herrn". Ihr Lieblingswerkzeug sei dabei das Wort gewesen. Pyroth räumte ein, dass es immer wieder Reibereien gegeben habe, betonte aber: "Die Unbequemen sind nicht die Schlechtesten".

Als Nahbereichspfarrer sprach Gottfried Kircher aus Vöhringen. Für ihn war das Ehepaar Hofius "ein Lichtblick". Bei den Beiden habe er absolute Solidarität gespürt. Das sei etwas, was man auch in der Kirche nicht oft finde. Er bestätigte dem Ehepaar, für die "Gerechtigkeit und die Fairness" gekämpft zu haben.

Für Carmen Wössner, katholische Kirchengemeinderätin, hat das Ehepaar "die Ökumene lebendig gemacht".

Hofius hatte neben anderen Ämtern auch das des Notfallseelsorgers inne. Helmut Mutschler, Kommandant der Renfrizhauser Feuerwehr, sagte, er sei froh gewesen über "die Gewissheit, dass ich die Dienste eines Notfallseelsorgers hätte in Anspruch nehmen können". Auch der Mühlheimer Kommandant Thorsten Schlotterbeck und Helmut Woitas, Bereitschaftsleiter des DRK, bedankten sich für die Arbeit von Hofius.

Viel Lob gab es auch von der Empfinger Pfarrerin Sylvia Unzeitig, dem Empfinger Kirchengemeinderat Georg Neumann sowie den Vorsitzenden des Mühlheimer Musikvereins und des Gesangvereins, Patrick Plocher und Ralf Stein.

Den Gottesdienst umrahmten der Kirchenchor, der Posaunenchor und die Kirchenband. Die Kirchengemeinderäte hatten zwei Lieder einstudiert, und der Musikverein Mühlheim spielte ein Ständchen zum Abschied.

Der Rottweiler mit Biss
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Rottweil und Umgebung Montag bis Samstag im kompakten Überblick.