Stadtradeln in Oberndorf: Das reicht locker einmal um die Welt

Der „Radfahrverein Wandervogel“ sammelte bei seiner Tour auf den Kniebis Kilometer für das Stadtradeln.
LaubleDas Stadtradeln in Oberndorf 2025 ist mit Ablauf der Nachtragsfrist offiziell beendet. Mit der beeindruckenden Zahl von 50 523 gefahrenen Radkilometern zieht die Stadt Oberndorf jetzt Bilanz.
„Oberndorf radelt für ein gutes Klima“: Drei Wochen hieß es kräftig in die Pedale treten und in Teams möglichst viel mit dem Fahrrad zu fahren und dabei Kilometer für die Kommune zu sammeln.
Selbstläufer Marc Schenk, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Oberndorf, ist stolz 19 Teams und 189 Radelnde brachten die insgesamt 50 523 Kilometer, soviel wie noch nie, auf den Weg. Mittlerweile, so Schenk, sei das Stadtradeln ein Selbstläufer. Die Anmeldungen werden ohne große Aufforderung selbst getätigt.
Im kommenden Jahr aber werde er aber vor allem bei der Stadtverwaltung mehr die Werbetrommel rühren. Oberndorf hat sich im Mittelfeld platziert. Grund sei, dass einige potenzielle Radler abgesprungen und mit eigenem Team unterwegs gewesen seien.
„Wandervogel“ fünfstellig Das Radteam mit dem besten Gesamtergebnis, also Summe der geradelten Kilometer, ist „Radfahrverein Wandervogel“, bei dem 39 Personen 13 497 Kilometer verbuchten. Auf Platz 2 kam das „Mafell Sportsteam“ (5940 Kilometer/21 Personen), und auf dem dritten Platz das Team von „Parker Hannifin“ mit 5320 Kilometer von zwölf Personen.
Zu den radaktivsten Teams (Kilometer pro Radler) gehören „BWS-Anlagenbau & Service“ mit 800 Kilometern pro Kopf, gefolgt von „Urlaubssprinter“ (704 Kilometer) und „Parker Hannifin“ (443 Kilometer).
Siegerehrung nach der Sommerpause
Das Team des „Radfahrverein Wandervogel“ belegte zusätzlich den siebten Platz in der Landkreiswertung. Nach der Sommerpause soll die Siegerehrung, organisiert vom Landkreis, in Rottweil stattfinden. Hier werden die besten Teams auf Kreisebene ausgezeichnet. Man möchte mit den 2658 Mitgliedern der insgesamt 183 „Stadtradeln“-Teams im Landkreis Rottweil zum gemeinsamen Abschluss ein starkes Zeichen für die Radkultur setzen.
3,4 Kilometer je Einwohner
Die Oberndorfer Stadtradler sind übrigens 3,4 Kilometer pro Einwohner gefahren – eine Zahl auf die man, so die Stadtverwaltung, stolz sein könne.
Der „Radfahrverein Wandervogel“ war wie bereits in den Vorjahren an erster Stelle. Das Ergebnis von 2023 mit 18 805 gefahrenen Kilometern konnte allerdings nicht getoppt werden.
Die „Wandervögel“ sind immer mittwochs mit dem AOK-Rad-Treff sowie donnerstags aktiv. Auch verschiedene Radausfahrten in der näheren und weiteren Umgebung stehen regelmäßig auf dem Programm. In diesem Jahr ging es unter anderem auf den Kniebis.
Tour nach Rom
Während die anderen vorwiegend „mit Strom“ unterwegs sind, radelt die Vorsitzende Ingrid Rösch mit ihrem Rennrad. Ein Besuch bei ihrer Tochter in Rom oder der „Pikes Peak in Colorado mit seinen 4300 Metern Meereshöhe sind für sie fast normal. In diesem Jahr, so Ingrid Rösch, war sie „nur auf dem Belchen“.
Stadtradeln ist für die Teilnehmer Ansporn, ein paar Kilometer mehr zu fahren. Besonders stolz auf ihren ersten Platz sind die „Wandervögel“, da sie im September dieses Jahres ihr 100. Vereinsjubiläum feiern.
Schwachpunkte entdecken „Als begeisterte Stadtradlerin hat es zwar für mich nach Rom nicht gereicht, doch mit 1100 Kilometern in diesen drei Wochen konnte ich nicht nur etwas fürs Klima tun, sondern auch die Erfahrung machen, dass in Sachen sicheres Radfahren und Radwege noch vieles getan werden muss“, stellt Ute Lauble fest – und freut sich schon: „Schauen wir, was bis nächstes Jahr so auf den Weg gebracht wird, wenn es dann wieder heißt ‚Oberndorf radelt für ein gutes Klima‘“.