Pressekonferenz in Stuttgart: Jetzt ist es offiziell – KV schließt Notfallpraxis in Oberndorf

Ab April soll die Schließung umgesetzt werden.
SchnekenburgerDamit hat die KVBW bestätigt, was seit vergangener Woche für mächtig Wirbel sorgt. Im Kreis Rottweil hat sich bereits vielfacher Widerstand gegen die Pläne geregt. Bürgermeister, Landrat, Parteien und das DRK haben auf die drastischen Auswirkungen auf die Bürger aufmerksam gemacht.
Die KV hatte bislang auf Nachfragen unserer Redaktion keinen Kommentar zum Standort Oberndorf abgegeben und die Schließung weder bestätigt noch dementiert. Jetzt sind die Pläne aber Fakt. Als Grund für die Schließungen nannte die KVBW am Montag auf der Pressekonferenz in Stuttgart den Personalmangel unter niedergelassenen Ärzten. Umgesetzt werden sollen die Schließungen schrittweise ab April 2025.
Man habe schlicht und einfach ein Personalproblem, sagte Karsten Braun, Vorstandsvorsitzender der KVBW. Wenn man die Versorgung im Land verantwortungsvoll aufrechterhalten wolle, müsse man sich auf die Regelversorgung fokussieren, also auf die normalen Praxen. „Wenn wir den Bereitschaftsdienst nicht anpassen, dann fahren wir die Regelversorgung im Land an die Wand. Das ist nun mal die Realität“, sagte Braun.
Verbindung mit Notaufnahme
Künftig soll laut KVBW im Land gelten, dass 95 Prozent der Patienten innerhalb von 30 Fahrminuten eine Notfallpraxis erreichen sollen, alle anderen innerhalb von maximal 45 Minuten. Zudem sei vorgesehen, dass es nur noch Standorte in Verbindung mit einem Krankenhaus mit Notaufnahme gebe.
Im Kreis Rottweil will man weiterhin erreichen, dass die KVBW die Pläne zurücknimmt. Vor dem Gebäude der KVBW in Stuttgart protestierten zudem mehrere Hundert Menschen gegen die Schließungspläne.
